Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 104
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104 WOLFDIETRICH D VI 1298H.403Z.

239 Daz begunde erbarmen unsern herren Crist,

er kam ze helfe dem armen an der selben frist.

er sande im ze tröste sin genäde her nider:

von den tiuveln er in löste und brähte in ze sinnen wider.

240 Die bansen geiste gemeine muosten scheiden hin,

die välendin unreine nämen sie mit in.

sie muost werden ir geselle, und fuortens an der stunt

mit in zer tiefen helle und wurfens an den grünt.

241 Des fröule sich vil sere Wolfdietrich äne spot:

der edele fürste here seit es genade got.

er sprach 'von himele herre, swer sich an dich lät,

dem kan niht gewerren. din helfe mich erloeset hat'.

242 Er kerte ze sime rosse, drüf saz der werde man

er reit zuo dem boume da er die Valentin het län.
hete er sie da funden, er wolt sie hän erslagen:
dö was sie in die helle, also wir hceren sagen.

239, 1 disz e 3 sin guade zu tröste ef iin her nider sin gnode zu trost
(hant a) ac 4«- *> vertauscht (erlost c, enbant a) ac 240, 2 die fürtent ac 3 su
wart ir ac 241, 1 wolffherdieterich e 3 verlat a 4 gewerden cef 242, \b
im was von daunan gaeh ac 2 gelan ef 2b do er su uff fliegen sach ac 3« er
(ge)dochte su werde zu eim menschco ac er hett sie herschlagen e 4 zu der
heile(n) ac ir e hortent a
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