Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 242
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AmelungJaenicke1873/0286
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
242 ANMERKUNGEN

fast nur formelhaß überlieferte: wiz, lüter, lieht, sehoene usw. also der sne 46, 2.
205, 4. 301, 3. 386, 1. sam ein glas 114, 3. 177, 1. als ein Spiegelglas 365, 1. sam
ein brunne 177, 3. als diu rose 15, 3. 3S7, 1. alsam die sideu 384, 1. als ein karfuu-
kelstein 3S6, 4. als ein rubin 387, 1. als ez berle waeren 388, 4 als ein kerzenlieht
200, 3. als ein kerze 365, 4. 387, 4, gelich dem liehte ISO, 3. gelich dem vollen
inänen 387, 2. gelieh dem morgenblicke 196, 2. auch die ehoas ausgeführteren ver-
gleiche 15, 1. 2. 195, 3. 4. 412, \. 2 sind nicht originell.

49, 2 es folgen in J die verse

die mahtu gerne fiieren, edeler künic rieh.

sie cntwicheat in keinen nceten, daz wizzest sicherlich.

50, 1 ist nicht so zu verstehen, als verlangte Ortnit gerade genau 100000, son-
dern : sollten sich auclit noch hundert tausend einstellen, ich will sie alle versorgen,
nur soll niemand sich dem kämpfe entziehen.

öl, 5 'So merkent, ir werden ritter, wes ich iueh biten wil.

der mit mir varen welle, ez ist niht ein kindes spil,

der sol zuo allen ziten also sin besint:

er sol niht hinder sich gedenken weder an wip noch an kiat'. &
5 Do sprach der lainparte höreot waz ich e ritter fehlt c 6 Der mir der reisen
(welle a) helffeu (wil c) öc 7 wesen also e 8 Vud sol e Ich hätte einleitung
s. XVI1 erwähnen sollen, dass ich bei der bearbeitung der zusatzstrophen des gemei-
nen textes auf die Verbesserung metrischer incorreetheiten vollständig verzichtet
habe, da sich schlechterdings nicht entscheiden lässt, wie viel davon dem ursprüng-
lichen Verfasser dieser bearbeitung zugetraut werden kann.

63, 3 swä dirz an ist zu schreiben, inclination findet im Ortnit am häufigsten
statt bei ez und es. ersteres lehnt sich aber ausser an das verbum (72, 1. 80, 2.
114, 2. 4 usw.) nur an das perswialpronomen an; letzteres überhaupt nur an das
Personalpronomen: ichz ichs duz dus erz ers siz sis michz michs dichs mirz mirs
dirz dirs irs iraz ims ins. daher ist wol 109, 3 wie übele ez im stat oder wie übele
Ortniden stat zu schreiben, und 541, 2 daz in ir. nächst ez und es lehnt sich am
häufigsten si an das vorhergehende wort, und zwar an das verbum 9,1. 34, 3. 259, 3.
260, 1 usw. an das persönliche pronomen 8, 2. 39, 3. 49. 2. 168, 3. 329, 3. 434, 3,
an das demonstrativum den 316, 4, an die conjunetion daz 170, 3. 261, 3. 283, 2.
586, 3, an swaz 367, 3. immer aber hat das folgende wort vocalischeti anlaut, so
dass also auch, synalöphe hätte eintreten können, ich hätte daher 273, 2 machent si
beibehalten und 182, 2 diu gedaht, 346, 2 warn si, 433, 3 well ich si, 480, 3 kün-
den sis (wie 33, 4. 435, 1) 482, 2 si vergaz, 498, 3 entügen si, 512, 2 dir beidiu,
514, 3 e er si ziige, 517, 4 er si zedem sehreiben sollen. — andere inclinaiionen
sind seltener: du, ausser in wiltu, mahtu usw., auch sitt so 118, 1; er in heter
61, 3. heter 420, 3. sloufer 550, 1. komer 565, 4; in in em 158,2. 473,2.
halsteu. kusten 214, 1/ ist in erst 199, 4. 396, 3.557, 2. mirst 466, 3; ze
in hinz 359, 2. daz 427, 1. 523, 1; von dem bestimmten artikel lehnt sich der dativ
oft anpräpositionen zen zer zem vome am; undern kristen 343, 2; der genetiv in-
cliniert 283, 1 hiuders heiden rücke, der nominativ 588, 4 dem wurmez leben. —
Proclination findet statt, ausser in drumbe, drinne, drüf usw. bei ze (zeinem zeiner
zallen zwäre zwiu), bei dem bestimmten artikel: d' este 92,4. swurmes 568, 3; statt
sim nsemen 515, 3 ist besser sHm naemen zu lesen. — Krasis nur däst 38, 1. 113, 2.
493, 2. deich 190, 4. 224, 2. 437, 4. 466, 3. dier 9, 3. 547, 2. wier 248,3.
loading ...