Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 244
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244 ANMERKUNGEN

durch die äventiure, des mag ich niht cnbern.
dar zuo sulnt ir mich stiuren, «od sulut mich des gewern'. 6
6 do mit a dich c 7 Nach der «, Nach c daz e 8 düt mir stüre e

74, 2 Freid. 58, 9 ezn wart nie künec noch künegin, diu äne sorge mohten
sin. Winsb. 43, 4 nieman ere haben mac noch herzeliebe sunder klac gar äne kum-
ber unde an not.

75, 5 'Ir hant mich erzogen daz ich bin worden ein man.

ich wil ouch kurzwii triben die wile ich daz leben hän.
ich wil gen Muntabüre nach der künigtn,
und wil ouch niht erwinden, ich küsse ir rötez mündelin'. J
5 vntz daz ich a, vntz ich c 6 wil fehlt a so wil ich c 7 so wil ich c der
edelen künigin a 8 Ich wil a rose rotes e

77, 3 ringer muot auch 190, 2; ein beleg dafür im mhd. wb. 2, 1, 240", zwei
andere 2, 1, 710; dazu Warnung 1090 von diu habt des ringen muot. Erec 46S9 ir
habt dar umbe ringen muot.

79 vielleicht und die beiden hälften der strophe in AW umgestellt; im ge-
meinen text und in K 45. 46 folgen 3. 4. 1. 2.

82, 2 Haupt zu MSF s. 227; Ulrich fragend. 20, 10 und sold er haben elliu rieh,
die gaeb er, vrowe, unib iuren gruoz.

84, 2 ist formelhaft. Roseng. 109 ein linde, diu ist so wit, daz si fünfhundert
frouwen vil guoten schaten git.

87, 4 siehe Haupt zu Erec 3106.

98, 2 in maoigem rauote muss bedeuten Hn zioeifelhaftem mute'; Marin 205, 8
Hoffm. er gewan manigen muot waz im ze tuon wa?re guot. MüllenAoJf zu denhn.
32, 52 s. 349,- ähnlich sind die redensarten: Wolfd. A 004 dö het der ritter edele
vil manigen gedanc. Wolfd. B I 104, 1 er het des selben nahtes vil manigen gedanc

.....wie er. Wolfd. D VI 80, 4 do stuont in manegen denken der uz erweite

man. Nib. C622, 20 der chunic in sinin sorgen hete manigen gedanch. Kudr. 401, 4
er hete manigen gedanc. hürn. Seyfr. 97 darumb der held Seyfride Het vil man-
chen gedanc. Erec 2248 Erec fil de roi Lac maneger gedanke phlac. Rabenschi. 302
mit manegem gedanken üf daz kastelän er saz. im was von herzen leide. Lampr. AI.
6834 mit manigen gedanken wären si dicke bevän, waz sie mohten ane gän. Rother
869 dar saz in manigen r«ten der kuninc Constantin. Reinke deVos (LübbenJ 1225
Gi herren, it is war, hir is mannich rät, mehrere hierher gehörige stellen stehen
bei Haupt zu Erec s. 300; in diesen redensarten bedeutet inanie so viel wie unge-
wiss, schwankend, vermittelt durch die bedeutung varius; dieselbe bedeutung hat
manicvalt in folgenden stellen: Erec 3671 manecvalt wart sin gedanc als in der fro-
wen schoene twanc, wie er si möhte gewinnen, untriwe riet usw. daz was doch
wider dem rehte. (das gegenteil vil ebene stuont sin gedanc Er. 6718). Reinke de
Vos 3688 dat eventür ist mannichvolt, die glücksfülle sind ungewiss; m/td. wb.
1, 355b mich hänt gedanke manicvalt so genomen in ir gewalt, daz ich beswajret
sere bin. Haupt zu Erec s. 360 citiert Herbort 11449 sin herze begunde wanken
von manicvalden danken. — vgl. noch Nib. 1189, 2 diu vrouwe an ir bette mit vil
gedanken lac. Rother 2315 die junevrowe lac über naht, we groz ir gedanc was.

100, 1 ein der linden zwi. der genetiv zwischen artikel und Substantiv gestellt
auch SSI, 2 den Ortnides van. 416,4 den ir lip. 433, 2 der Lamparten suon;
Wolfd. A 281, 3 daz Berhtunges wip; andere syntaktische besonderheiten des volks-
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