Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 247
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ZUM ORTNIT 247

500. 1065. Warnung 387. Winsb. 18, 3 ua.J; ich finde aber keine, deren Wortlaut
genau zu unserer stelle passte. vgl. übrigens zu unserer stelle Wolfd. A 242, 1.

156, 3 die lesart A ein man mac des waren reden al ze vil enthält eine nicht
her gehörige reminiscenz an ein mhd. Sprichwort: Zingerle 162 man mac ze vil der
wärheit sagen (Freid.J. man mac des waren zuo vil sagen (Eracl.); Reinke de vos
5997 De wärheit alle tit spreken wjl, möt ok liden vorvolginge vil, möt ok vaken
büten stän, wan de anderen in de herberge gän.

158, 1 Gramm. 4, 580 bringt beispielefast nur aus Pari, und Nib.; vgl. zu den
angeführten stellen noch Hartmann vom glauben 1600 di guten zo der zeswen daz
sint di genesenen, bücher Mosis Diemer 14, 25 der mich hat gedechet. uil gutlichen
irwechet. der scol der edele ußde der frige sin. Rother 845 wir werin anderis die
virlorne. Nib. 1958, 1 Ezel was der kiiene. Kudr. 540, 2 er wart der sorgen vrie.
Rabenschi. 482 daz wären ouch die kecken, von dem libelen weihe 104 des ist si diu
verlorne, v. d. Hagen MS 2, 258 swie er niht si von adel der geborne.

162,1 eine solche anaphora wie hier und 485, 1. 521, 3. 4. (vgl, 104, 1.2. 234, 4.
267, 3.) hat in der erzählung etwas bänkelsängerisches,'balladenmässiges und beein-
trächtigt die strengere epische haltung. etwas anderes ist, wenn sie in directer rede
der handelnden personen zum ausdruck leidenschaftlicher erregung dient.

162, 3 erbleichte als unpersönliches verbum? s. die lesarten; ich weiss kein an-
deres beispiel dafür.

162, 4 er sprach muss auf Ortnit bezogen werden; wenn man 'in sage niht
mere, nu lä mich schriebe, so könnte es grammatisch richtig auf Alberich bezogen
werden; aber ace haben auch Do sprach der Lamparte nu läz min inuoter ane not.
164, 2 erst ieze übr in wol risen gnoz Walth. 27, 6. risen genoz Erec 9012.
171, 4 vgl. 173, 3. 439, 1. 461, 2. 482, 1 und Haupt zu MFr. 3, 17.
179,1.2 die brünne ist wol stahels blöz: die ringe guldin vingers groz
Eckenl. 23, 1. 2.

195, 3. 4 dasselbe glcichnis Iw. 626 üz iegelichem orte schein ein also gelpfer
rubin, der morgensterne möhte sin niht schoener. swenne er üf gät und in des lnftes
trüebe lät. Virginal 107, 1 ein beiden der hiez Trinreiz, des harnesch Iuhte unde
gleiz reht als der morgensterne üz den triieben wölken tuot. Sigenot Dresd. hs.
26, 2 sie Sachen den lichten Hildegrein glisten eine halbe meile und als der
lichte morgenstern.

199, 2 vgl. 200, 3. so heisst es auch im Eckenl. 42 von Ortuits brünne, sie habe
einen schein gegeben als obes entzündet wa?re. und ein Berner fragt wer ist jener
man, der dort stät in dem viure ? . . . . und stät er keine wile da, die gi/oten stat
ze Berne verbrennet er iesä. im Sig'enot dar Dresd. hs. heisst es str. 26 von Dietrich,
sein hämisch leuchtete so, das die seynenn deuchte, er wer von fauer znndet an.
202, 1 groz = grob, ungefüge; vom schalle gebraucht— laut. Biterolf9QB6
pusunen hellen daz wart groz. 8662 sumber slahen also groz daz erwägen mohte
der palas. Erec 6875 wan der schal und der doz was von den schüfen groz.
Lampr. AI. 5397 dö gwan er eine stimme, di was harte grimme gröz unde
freislich, eines lewen stimme gelich. Rabenschi. 616 da wart unmsezlichen groz
der starke herschal. 751 der schal von ir bände der was unmäzeu groz. vgl.
Bit. 11523 ein spräche kleine = leise? — Haupt zu Erec 6877. — Roseng. 199
so singent sie gein einander, einer kleine der ander gröz. vgl. 115. 915.

205 diese Strophe ist für den Zusammenhang unentbehrlich, fehlte sie, so miisste
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