Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 248
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248 ANMERKUNGEN

man 206, 1 daz tor unz an den angel er üf mit zorne warf auf Ortnit beziehen; das
ist aber unmöglich, weil Ortnit welcher draussen steht, das tor nicht auf werfen
kann; in 205 redet der burggraf, und auf diesen bezieht sich 206, 1. die strophe ist
in W wol nur durch versehen ausgefallen.

206, 4 Roseng: 1937 er schriet im abe den harnesch sam ez wjere fülez bast.
1934 der Berner schriet die ringe als ez wtece fülez strö. Erec. 2798 darmgürtel
und surzengel brast sam ez wa*re ein fülez bast.

223, 4 vgl. 235, 1. 535, 1. St. Oswalds leben in Haupts, ss. 13, 469 da warde der
herr ettwas wetrüebt das im als under so vil weysen herren kainer kund raten das
er dann gepeten hete. doch gab er jui selb rat und usw. Reinke de Vos (Lübbm) s.
63 dar de tröst dür is, schal sik ein wis man sulven trösten unde vordristen. 3583
wan ik mi sulven rät wil geven. 4210 doch makede he sik sulven köne. *. 149 dat
erste is, dat nemant schal vallen in twifelea möt, deine bange is, men sik sulven
trösten unde gripen einen könen mot. Gotfr. Trist. 4b, 29 reht in den nu'ten sol

der vrome.......bedenken, wie sin werde rät: die wile und er daz leben hat,

so sol er mit den lebenden leben, im selben tröst ze lebene geben. 68, 24 und begunde
im selben herze geben. Walih. 116, 33 bi den liuten nieman hat hovelieheru tröst
denn ich: so mich sende not bestät, so schine ich geil und troeste selben mich.

237, 1 s. zu 29, 3. über das präteritum in Sprichwörtern s. Haupts, zs. 13, 124.

239, 2 Wolfd. A 359, 4. 415, 2. Martin zur Kudrun 466.

242, 2. 3 vgl. Winsb. 34, sun, du solt selten schaffen iht äu dincr wisen friunde
rät. ob dir dar an gelunge niht, daz wsere nibt ein missetat.

242, 4. s. zu 29, 3 und Zingerle !79 sv\er selbe enkan, der suoche wise r&'te.
171 wer da selber niht enwest, der solt die wisen fragen.

243, 1. mhd. Sprichwörter, die die notlüge verteidigen, kenne ich nicht; die not-
liige scheint aber der herschenden anschauung des Zeitalters nicht zuwider gewesen
zu sein: Hartmann im Erec 4026 billigt sie; vgl. Lampr. AI. 3970. 3981 und die
vorangegangene erzählung; im Reinke de f'os heisst es s. 202 so we dar is mankt
quäder ungenöchliker selschop, dat he vruchtet, dat he nicht wech kouten kan äue de
wärheit to sparen, desse schal klok wesen, unde sen sik sulven wol vor, dat he
nicht en lege sodäne loggen, de jemaude mochten to nä sin, men he mach brüken
schöner worde, wowol de sulven nicht al war sin, up dat he mit leve van dar koine.
siehe auch Haupt zu Erec 4074.

243, 2. MFr. 27, 34 ez mac der man so vil vertragen......daz man in deste

wirs hat. so wirt sin sus vil guot rät, ist er widers:eze. s. 240 wir hteren ofte ge-
sagen, ein man miige ze vil vertragen, daz man dester wirs in hat. 241, 39 dar umbe
vertrage nieman ze vil, ald er wirt der kinde spil.

247, 5 Er gab im dar den stein, der kostet manic pfunt.
dö sprach der Lamparte 'daz ist ein süezer funt'.
dö wolt den stein gehalten der edel künic her,
biz daz die wilden heiden gegen im vluzzen üf dem Hier, e
251,5 Dö bürgen sich die herren in die schiffe dö.

daz er die spräche künde, des wärens alle frö:
daz kam von einem steine den im Eiberich het geben,
man sach den Lamparten in ganzer freude leben, ac
5 in schiffe so a 6 worent a, woren sü c 7 hatte a, hette e gegeben a

8 in gantzen freiden c
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