Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 261
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ZUM ORTMT 261

da fant er in dem walde . ein schmale Strassen gan

da reit er in die wilde an der selben zeit

den tugend nie bevilde einer halben meilen breit.

Da nu der held fermessen lang in dem wald vmb reit
er het eins fergessen usw. — Ortn. 552—565; jedoch nach 554 wer-
den 543, 3. 4. 546-48 eingeschaltet.
565. darauf folgt in Z (294? 1)

autt der selben awe i'ant er ein linden stan
da het ein wilde frawe iren zaber geleget an

Vnd wer da vnder der linden seiner rüwen pflag
der must schlauffen geschwinde bisz an den tritten tag
otnit erbeist durch raste hin nider auff das lant
sein rosz er da gar faste hin zu der linden bant

Der zauber in da täubet der schlauff in ser beczwangk
vnd das er mit dem haubet hin zu der erden sangk usw. == Ortn.
567-573, 3. ebenso in H 277-278:

im walt do want ym peie ein prun tet pey im stan
ein Hut von tzaubereie ein holtz weib drein het than
Ortnei sein ros tet pynden vnd ging der linden zu
west nit das tzaubern der linden pald must er schlaffen thu
nymant kein mensch kunt wecken schliff gantzer tage drei
wenn tet die lind bedecken Ortneis swert lag ym pei
572, 1. darauf folgt in K 280. 281

do mit sie kümen woren aus der linden tzauberein
do tet der her derwachen was schir verschlunden gar
ach got was solt er machen er nain sein schweres war

Woltz mit dem arm langen do Jag es ym zu weit
der wurm fürt in von danen Ortneit sprach zu der zeit
ich verleüs hie meinen leibe got pfleg der seien mein
awe du schönes weibe got sol dein pfleger sein
753, 3 der reim s : z kommt im Ortnit nicht vor, und am altenvenigsten konnte
ein abschreiber im sechzehnten jahrh. veranlassung haben, ihn zu entfernen, wenn er
überliefert war. daher wird wol in A das richtige reimwort erhalten sein, eine
Vermutung, aus der sich beide lesarten leicht erklärten, wäre da'r in genistet saz.
darauf folgt in Z 295, 10

da kam'ein fraw wilde vnd halff jm das er genas
Die selbe frawe clare die trug gar reiche kleit
sie het den bäum für wäre furezabert als man seit
das selbe frawen bilde mit czauber es geschach
dem starken wurme wilde den herren ausz dem munde brach

Sie gab jm zu der zeite ein wurezen in den munt
da von ward otnite frisch vnd wol gesunt
sie kam da mit jm gangen in einen holen berg
er ward gar schön empfangen das thet manig deiner zwerg

Er must bey in beleiben gar felligklich ein iar
von land vnd auch von weiben seit vns dis buch für war
vnd da hob sich alleine der bracke auf die fart usw. = Ortn. 576-95.
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