Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 264
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264 ANMERKUNGEN

sich an das vorgehende wort nicht nur vor folgendem voeal (4, 2. 72, 4. 104, 1.
usw.) sondern auch vor consonanten: 166, 1. 233, 1. 236, 3. 336, 3. 363, 2. 396, 2.
414, 1. 475, 3. — Von anderen inclinationen findet sick am häufigsten die des
bestimmten artikels, die im Ortnit selten ist; abgesehen von zem zer zeo findet
sich: undera 210,1. vora eidea 243, 3. daz mann heldea 146, 2; duz 62, 3. ichz
74, 3. umbz 138, 2. dem kindez leben 139, 2. verliesenz leben 317, 3. ze Kriechenz
künicrich 347, 4; icbs 129, 4. dus 105, 3. ers 296, 1. nächst dem ist im und in:
erst 41, 1. dirstl05, 1. sist 267, 3. 282, 3. wäst 388, 1. zwiust 430, 4. ern 61, 2.
200, 4. 361, 1. 448, 3. dirn 247, 1. irn 197, 1. si'n 200, 2. i'n 295, 3. knsten
177, 3. erm 9, 2. statt du'm wird besser du im geschrieben, er lehnt sich nicht,
wie im Ortnit, nur an das verbum namer 75, 2. ister 179, 3, sondern es findet
sich auch da'r 231, 2. — Proclination findet statt ausser in drumbe drinne dran, bei
dem artikel: 85, 1. d'ougen, und besonders oft bei ze|: zware 91, 4. 96, 1 usw.
zeinem 102, 1. 128, 1. 148, 4. 208, 1. 309, 1. zwalde 235, 2. zwiu 242, 4. 244, 2.
264, 3. 430, 4. zunser 373, 3. zir 430, 2. — Krasis: deich 122, 3. 408, 1. dest,
däst 135, 3. 243, 1. dier 465, 3.

144, 3 diesem anb xotvov lässt sich im Ortnit nichts vergleichen.

158, 4 im ganzen Ortnit der Windhager hs. begegnet nur an drei stellen
müezen wir 183, 2. suochen wir 342,2. heben wir 380, 4, sonst immer abfall
des n. in der Ambraser hs. wird dieses n meist, doch nicht immer, wieder herge-
stellt; so hat z. b. in der ersten der drei genannten stellen gerade nur sie das miieze
wir erhalten, da nun trotz dieser neigung des Schreibers im fVolfd. die formen
habe wir, vliehe wir usw. noch immer überwiegen, so kann man wol die übri-
bleibenden ihm, und nicht dem dichter zuschreiben, um so mehr als die änderung
244, 4. 352, 2. 373, 3 auch aus gründen der metrik erfordert wird.

187, 1 halsperc steht metonymisch für ritter, wie auch schilt mhd. wb. 2, 2,
130a. andere beispiele anm. zur Virg. 177, 8.

190, 4 spielt wol auf ein sprichwnrt hiute mir morgen dir an; vgl. MFr.

22, 29. hiute min morne din und ähnliches im mhd. wb. 2, 1, 219b.

199, 3 vgl. Klage 285 des buoches meister sprach daz e, dem getriuwea tuot
untriuwe we.

201, 1 ein müelich man vgl. 253, 1; nicht im Ortnit.

217, 2 vgl 219, 2 und MFr. 22, 31 vil dicke er selbe drinne lit, der dem
andern grebt die gruoben. Rother 4521 die gröve hetich gegravin. ich moz dar
selve in varin. denkm. s. 44, 52 effodit foueam uir iniquus et incidit illam.
[Kehr. D 230, 14 du hast mir eine gruobe gegraben, du muost selbe den schaden
haben. Krone 16287 maneger ein gruobe hat gegraben im selben, vgl. 16827 Jänicke]
Haupts zs. 6, 169 recht heft dat ghewesen ie, we pine dichtet, de lide sie.

253, 3. 4 slän : van; derselbe reim steht im Ortnit 107, 3. 4.

264, 1—3 siehe anm. zu Ortn. 102, 1-3.

274, 1. 2 das anb xonov ist wie Nib. 540, 9,- siehe Haupt zu Eree s. 394.

285, 3 Helmbr. 331 swer volget guoter lere der gewinnet vrum und ere;
vgl. zu Ortn. 29.

287, 4 siehe zu Ortn. 102, 1—3.

302, 4 vgl. Wolfd. B 17, 1 si ist von allen orten edelem künne gebär; D

23, 1 hat dafür von allen vieren oder von aln vier orten kuniges dochter. ebenso
bedeutet auch vieren enden oder von vieren enden nichts weiter als 'von allen sei-
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