Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 270
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270 ANMERKUNGEN

sehs und drizic herzogen 542. ich hän in uf minem hove wol vierzic jär erzogen
Roseng. D 1065 (vgl. Germ. 4, 17, 319 den han ich in ininem hove wol siben jär
erzogen), du hast üf dinem hove erzogen, des solte got iemer loben, du hast erzo-
gen einen edelen raben Osw. 345/". nu het er uf sinem hove erzogen, des begunder
got iemer loben, einen hirz wol sibeozehen jär 1547,/". Lüpolt — der was in Rö-
theres hove mit grözem viize gezogen Ruth. 51.

5, 3 swenne mich der tot ersliche Stfncker, hs. Birkenstock 142. der tot
hat si ersuchen Frauenlob spr. 281, 16. so die jugent ersucht der tot War-
nung 3109.

10 die beratung des königs mit seinen mannen wegen einer Werbung begeg-
net öfter in den spielmannsgedichten Mor. 121 f. Ruther 23/., breiter ausgeführt
in Dietr. fl. 785/., fast mit denselben Worten wie hier Osw. Alf. zwiu sint (/.
suln) dir witiu küniciiche, du habest denne ein vrouwen tugentriche? wan stür-
best du, so wurdez erbelös. niin dir eine diu si dio genöz, womit 3349/. zu
vergleichen ist.

12, 1 wie hate erz an dem libe iScÄe 60, 3. iue han ez an dem übe noch
leider an der krefte niht Trist. 239, 8. vgl. Zupitza zu Firg. 225, 12 und Bech
zu Iw. 7622, zu Erec 4523.

12, 2 daz ein schcenez wip minoet eines maunes lip, der ist als ungeschaffen
Heinzelin 1, 403.

13, 1. 2 vgl. für die formet 72. 216. 228. 271.

14, 2 vgl. 30, 2. 269, 2. an deme stünt sin rät Ruther 53. daz diu helfe
und der rät niuwan an iu einer stät Iw. 8050. vgl. Flore 3604 und Sommers
anmerkung.

16, 2 swer diu laut nach wiben gar durchvüere Neidh. 37, 25. der diu
riche gar durvüere von dem orte udz aD daz ende, der envunde ir niender eine
diu mich also rehte reine diuhte an alle missewende Rubin 14, 2/. Wilmanns
zu Walther 40, 33 führt ausser diesen beiden stellen noch Walther von Metze
MSH 1, 307» an.

17, 1 zu den Worten von allen orten lässt sich vergleichen Wolfd. A 302,4
wo R 105, 4 hat von deinen vir encncken pistu ein kunig rein, und die lesart
der Riedegger hs. Neidh. 91, 15 von allen vier enden ein gebÖwer. anen für
enden wie die andern hss. in diesen beiden stellen geben, hat in unserem verse
nur hs. d: von vier anen. — dass künne für chunig BKgesetzt wurde, ist bei
der öfter vorkommenden Verwechselung beider Wörter eine leichte Verbesserung,
auch Wolfd. D IX 28, 3 hat a kunige für künne. vgl. noch zu künne (Jhlands
Volkslieder nr. 133, 2 ich pins geporn von art ain edel chunne.

18, statt dieser strophe hat d zwei

Sie ist an allen wandel, diu maget höchgeborn,
wan daz ir lieber vater einen eit hat gesworn,
daz er sie nimmer gaebe keinem künege rieh:
uf ein turn hat er vermuret die maget minnicltch.
5 Zwo vil höhe müren und dri vil tiefe graben
die sint umb die burc gar ritterliche erhaben
uf einem höhen velse, dar üf der turn stat.
niwan vater unt muoter, anders man nieman zuo ir lät
9=19, 1 Und einen wahtaere, der hüet ir zaller zit.
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