Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 271
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ZUM WOLFDIETRICH B 271

2 wan] vnd z, fehlt 6 3 gegebe a so rieh a 4 tum fehlt e so

minnenclich a 5 einen vil tieffen a 6 gegraben a 8 ir vatter vnd ir ce
nieman man zu ir en in lott c, nieman zu ir gat a 9 ir hütet cf

19, 5 Vor dines vater töde, herre, zwelf jär

was ich ze Salnecke, daz sage ich dir für war.

da sach ich ze drin malen daz schoene megetin:

und möhte sie uns werden, wir müesten deste tiurer sin. S

in f schliessen sich noch zwei zeilen an

9 dö sande nach mir der liebe vater din;
also bin ich biz her niht ze Saluecke gesin.

5 wol XII c tode selbe zwelö'te do ich was a 6 was ich und sage fehlen
a für war] one has a D 58, 2 fs. lesarten zu B 53, 2) lässt Berchtung eben-
falls zwölf jähre bei Walgund bleiben; B sagt nur unz in daz dritte jär.

21), 3 daz si mit allen (ir) sinnen die burc niht mohten gewinnen Orendel 2365.
2425. du ne mäht ir niht gewinnen mit allen dinen sinnen Osw. 275, vgl. 927. daz
wir niht enkunden mit deheinen uusero sinnen si da von gewinnen Wig. 102,2/". mit
allen iuwern sinnen, brajhtent ir dar zwelf tüsent man, ir mö'ht der vesten gewin-
nen niht Virg. 462, 10. daz wir in möhten gewinnen — mit allen unsern sin-
nen 464, 3. ir muget mit deheinen sinnen scheener wibe da niht gewinnen War-
nung 265. auch Virg. 447, 6 ist wol eine erinnerung an den formelhaften ausdruck
mit allen minen sinnen sach ich so schäme bauier nie.

24, 3 die schwache form hirzen die in BKH und 64, 1 in BH überliefert ist,
war in den text zu setzen. Lexer hat zwar hirzenrieme, erwähnt aber die
schwache flexion von hirz(e) gar nicht, sie scheint dem bairisch-österreichischen
dialekt eigentümlich zu sein: s. Schmeller 1, 1166. 1171. Weinhold bair. gr.
§ 347 gibt ein paar beispiele denen sich zufügen lassen Rauch ss. rer. Austr.
1,263. 266. Suchenwirt 1, 229 (vgl. Koberstein 2, 35). Neidh. 234, 10 c. 238,
48 e. ein alemannischer beleg ist Virg. 567, 11; einen andern aus dem IQ.jahrh.
gibt Weinhold al. gr. § 392 zu ende.

27, 4 gürtel als femininum ist in bairischen denkmälern sehr häufig, s. Wein-
hold bair. gr. § 240 und Schmeller 1, 943. geiobhnlich ist es stark flectiert, s.
ausser den von Schmeller und Lexer angeführten belegen noch Wolfd. A 446, 4.
B 452, 3. 607, 2 hs. H. nidergürtel 500, 4. gürtel Neidh. 16, 24. 216, 9 c. Helmbr.
179. 1052. predigt fundgr. 1, 75, 42. 44. 45. 1, 76, 3. 6. Krone 2864. 0103.
12113 usw. (das verfahren des herausgebers ist auch hier incorrect, s. 14939/.
23803 usw.) Heidin 1359. Tanhäusers hofsucht (Haupts zs. 6, 492) 126. Tüch-
zucht Rauch ss. rer. Austr. 1, 198, 16 wo in der neuen ausgäbe Haupts zs. 7, 174
gegen die Überlieferung das masc. gesetzt ist. jüngere beispiele stehen RA 875,
ausserdem ist anzuführen Christophorus, Florianer hs. 220.221. Beham, buch von
den Wienern 271, 26. laurin Kmp. 76. 109. 111. 232. Etzels hofhaltung 20.
Fasnachtsp. 317,12. Ayrer 2267, 32. Folz bei Haupt 8, 515, 178. in jüngerer
zeit findet sich das fem. auch im alemannischen; Konrad von Ammenhausen s. 198.
Honrad von Würzburg im Partonopier 8729 und in der hs. 12493. ein späteres
beispiel hat Weinhold al. gr. § 275 und noch Hebel sagt die gurt. -— seltener ist
die schwache form des fem. Parz. 234, 8. Augsburger stadtrecht, Freybergs aus-
gäbe s. 30. 31. 139. Wolfd. D IV 77, 2. — beiläufig sei bemerkt, dass auch im
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