Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 277
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ZUM WOLFDIETRICH B 277

160, 5 'Einer ainmcn Kche ich daz kint enpfolben hau:
diu ziuht ez also schöne. ez ist so wol getan,
ich gehiez ir sehs marc goldes, edeliu künigin'.
'zwar, die gibe ich gerne, des soLi sicher sin.
161, 1 Des morgens wolt der künic jage , als er vor pflac.
dö sach er wie der wolf bi dem hage lac. <f
7 geldes c 8 dir gern ce 1 pfiag ye: hage gie c

173—11(6 folgen in <5 auf 210, 12 (219, 4 Holtzm.); infgy wird auch 177 dort
noch einmal gegeben, dem gemäss ist hier in $ geändert: 171, 3 lautet 6 181, 3
wir sähen alle wol daz ez erste was geborn und 172, 2 — d 182, 2 und gebent ez
einer amnien, daz kleine kindelin; 174, 3. 4 ist in S 221, 3. 4
dar zuo ritter und knehte und diu junge küuigin.
sie sprach '(nu) heizent ez Dietrich, daz eupfalch mir der vater sin\
das letzte entspricht dem was 107, 4 gesagt war; in ß kann der könig eigentlich
nicht wissen, was in ö 196, 5—8 Liebgart von 'der tochter hört und 210, 6 dem
Walgund sagt, dass das kind noch ungetauft ist; undjien namen Dietrich erhält
das kind in ß nur durch einen Zufall.

177, 2 hierauf folgen in BKHvier rnlen

ez wart also schiene dar nach in kurzen tagen,
von bürge hin ze bürge muoste man ez tragen,
ez wuohs in kurzen tagen, daz kiadei wunnesam,
ez wart also scheene und ouch gar wol getan.
1 so {darnach K) schön in KU (Das man es) von ainer purg zu der andern
/»'// 3 stunden K 4 do ward das schön kündlir woll K. diese zeilen verraten
sich durch den mangel jedes selbständigen inhalts und durch ihre tautologische
breite (lH = 4% lb und 3a) deutlich als ein machwerk des Schreibers.

179, 5 'Wir enwizzen, wes ez si, od wer ez dar habe getragen,
oder ob ez si getoufet, daz kan uns nieman sagen.
ez muoz von höher arte zwäre geborn sin:
swaz umb ez waz geslagen, daz was allez sidin'. ac
5 wissent nicht ac wo es har sy g. c 6 gesagen a 8 was man vmb
es hatte gewrunden c

188, 5 Sie sprach 'liebiu tohter, des soltu gewert sin.
ich hän nie gesehen ein seheenerz kindelin.
wan ich ez gerne wil geschehen län,
ob du iht (etwas/) kurzwile mit im mäht hau'. /
die beiden ersten Zeilen dieser strophe auch in g, und statt 188, 1. 2 in ac wo
187, 4 lautet so läz miebz ouch gesehen, (trüt) liebe muoter min.

190. da tf die taufe des kindes {str. 173—176) erst später erzählt, so setzt es
hier rioch eine strophe zu

5 'Ist daz kint aber getoufet?' sprach diu alte küuigin.
'nein ez, liebiu muoter. als bald daz kindelin
wart gebadet und in gebunden, dö wser du an den turn komen,
dö liezen sie ez in den hac, da hetz der wolf genomen'.
5b liebe tochter min ac 7 gewunden e

197, 4 — 198, 2 varn län ist nicht 'aufgeben', sondern 'geschehen lassen', wie
zb. auch Liedzrsaal 73, 204. die rede ist eine sprichwörtliche Wendung: daz nieman
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