Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 278
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278 ANMERKUNGEN

erwenden mac, daz sol man slehtes varn läa Bietr. flucht 4573. swes niht rAt
sin kan. daz sol mau lazen für sich gän 7629. swer sich aber übersiht daz im sol-
her schade geschürt den nieman erwenden kan, ez si wip ader man, der sol in güet-
lich lazen varn alder sol in e bewarn sperber (G.4b. nr. 22) 361/., in der Dresdener
hs. (GAb. 3, 663) der ein dinc niht kan understän, der solt ez mit guot varn län.
der ding man sich vertroesten sol diu nieman erwenden kan Mai 15, 8. vgl. Zin-
gerle, Sprichwörter s. 51 und noch im nachtbüchlein 2, 35* dann das gemeyn Sprich-
wort saget: zu geschehen dingen soll man das beste reden.

199, 1. die lesart von Hd war hier der von BK darum vorzuziehen, weil der
dichter, der formelhafte Wendungen sehr liebt, auch 64, 3. 111, 3 seltsaene äventiure
hat. seltsaene wunder steht 65, 2. vgl. auch die lesarten zu 168, 2.

208, 1 also vreut den tumbeu guot geheize durch daz jär Neidh. 40, 5 wozu
von Haupt zs. 15, 261 unsere stelle angeführt ist. vgl. 1 IS, 1. dis tiuvilis geheizi
was her vili gemeit Anno 810. si wären der geheize frö Troj. fortselzung 47250.
wan sin geheize du ir geniüete machte fro 47625.

210, 5 'Ir sint der eide ledic' sprächen al die ritter sin.

'nu ist daz kint ungetoufet' sprach diu alte künigin,
'daz die wilden wolve heten in den berc getragen',
wie ez dar zuo ka?me, daz begunde sie in allen sagen.
9 Des erlachten die herren: ez dübt sie wunderlich,
daz er sie hete gewunnen. sie sprächen alle gelich
'sit uns diu äventiure ist geschehen nun,
so sulnt irz heizen toufen, ez ist iuwer tohter sun'. S
5 jo früichen des aydes sint ir lidig sprach ein ritter sin c 8 dar zuo] in
den hag ac 10 so listeclich het ac(z) also sie e 12 es schon (herlichen c) töffen ac
hierauffolgen str. 173— 176, in fauch noch 177.

214. dass hier, nachdem H'algund die boten an Hugdietrich schon ernannt hat,
die tochter nachträglich noch vernommen wird, ist unangemessen, die strophe wird
auch durch ein äusseres zeugnis als unecht bezeichnet: sie fehlt in d.

219, 3. zu der lesart von BK vergleiche 220, 1 B. 226, 4 BK. auch in den Nibe-
lungen steht betenprot dreimal: 516, 1 /. 659, 2 /. 1156, 3 4. vgl. Lachmann zu
518, 1. DWB 2, 274. Schmeller 1, 308. Lexer 1, 237, wo diese Schreibung aus
verschiedenen Zeiten belegt ist: ausser den hier gegebenen stellen findet sich noch
peten prot in Mafsmanns Alexius s. 48, 151 hs. G. Parz. 577, 17 beten brot G,
bettenbrot d, und im Mai hat betenbrot die hs. A 97, 15. 100, 11. 129, 1. 130, 29.
134. 5. 167, 20. 1S8, 35, beide hss. 1S9, 14. 25. 27. 214, 30.

220 fehlt in o* und erweist sich als unechten zusatz durch die unangemessene
art in der das botenbrot noch einmal hervorgehoben wird, dazu kommt dass von dem
inhalt der vierten zeile in BKH sonst nie in diesem liede die rede ist; tool aber hat $
lant unde bürge suln wir im machen (b. mach im e) uudertan 201, 4 (ö 207, 4) und
lantunde bürge sulnt (weint aef) ir im machen undertän 211, 4 ((? 224, 4). dem
entspricht die zu 245 aus ä angeführte strophe. — in dem abenleuer Wolfdietrichs
mit Belian begegnet diese Wendung zweimal 560, 1 und 604, 4.

224, 3 wunderliche Verliesen ist formelhaft: 329, 11. 333, 15. Bit. 10942.
Ruther 531. Reinfrid 5607. 5627. 6737. 9318. tflg. 38, 23. Laurin z. 697, 11.
manch von Heilsbronn Alexius 87.

228—231. d hat für diese vier Strophen nur eine die der 230" entspricht
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