Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 318
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AmelungJaenicke1873/0362
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
318 ANMERKUNGEN

hetest du mich im läzen daz twalm ze trinken geben,
so het ich ich im Mute an gesigt und bräht umb sin leben.'
21 Do sprach'Wolfdietrich 'ich stände in freuden hie.
min got lesus mich noch nie verlie,
und sin muoter Marjä half mir üzer not:
din got ist ein tiuvel und vellet mit dir in daz kol
25 'ßistu Wolfdietrich? daz soltu mich wizzen län:
bürge laut und liute mach ich dir undertän,
und gibe dir min tohter, die soltu toufen län,
daz du mich hie läzest leben, du tugenthafter man'.
29 'Waz sagest du hie von wolven, die loufent da ze holz?
ich bin von alten Troyen ein ritter also stolz'.
22 noch fehlt 23 aus 25. 26 = 604, 3. 4 28 das mich 29 er sprach was
da lauften

vers 3. 4 sind teilweis wiederholt aus 608, 2—4, undvers 13—20 haben ähnlichen
inhalt wie 624. 625. — 18. 20 einen umb sin leben bringen finde ich in den
Wörterbüchern nicht für das mhd. belegt. — mit vers 29. 30 die mit 279, 1. 2
und Hildebrandslied 14, 1. 2 übereinstimmen ist zu vergleichen D VI 153, 2.
618—25. für diese acht Strophen hat H nur eine

'Wil du wizzen wer ich si? ich sage dirz sicherlich:
ich bin von wilden Kriechen Wolfdietrich,
du giltest mir manegen kristen den du verderbet hast,
die wil du mir so ebene uf dem stuole stäst'.
3« dw must mir geltten mangen cristen man. zeile 2 entspricht 619, 2 und z. 3. 4,
deren inhalt schon 605, 4—6 U an unpassender stelle vorkam, der zeile 621, 2
des textes.

619, 1 die besserung mit einem schalle für mit gewallt R ergibt sich aus 355,
3. 359, 2. 363, 2 und aus D VI 168, 3 wo ebenso steht wie- in den drei ange-
führten stellen von B der gemeine text liest: mit solhem schalle.

632, 3 /. die heidentaufe fehlt in der hs. K die hier aber offenbar lücken-
haft ist und bei Kaspar 282. sie ist aber in I) VI erwähnt und gehört durchaus
zur art der spielmannspoesie, s. Orendel 2140. 2831—46. 3141—52 und band 3,
XXVII. LXXI.

639, 3 ein see wird auch gezaubert in dem fragment von Siegfried und dem
schwarzen mann HS nr. 123* . vgl. Konrads Trojanerkrieg 7435/.
655, 2 als das feiir am vesten pran Folz in Haupts zs. 8, 537, 21.
659, 2 die lesart der beiden hss. scheint nicht richtig, weil in der folgenden
zeile Christus angeredet wird, doch finden sich zuweilen auffallende vermengun-
gen der drei personen, z. b. Dietr. flucht 8726 f. dar zuo si mir din helfe frum,
berre vater, heiliger geist: want du min reht wol weist, nü ruoche hiute bedenken
mich durch dinen tot (des bite ich dich) den du durch uns hast genomen. erst 8735
Wird der vil heilige Crist genannt. — das. 10027 heisst es ane got aleine, lesus der
vil reine der aller dinge schepfaer ist.

666, 2 diu ros waren erlegen Eilhart Tristan 7476. von hunger und von miiede
das ros im da erlac Holfd. A 460, 2. daz ros wirt nimmer müde noch erliget
nimmer fundgr. 1, 327, 17. biz daz diu ors erlägen beide von der miiede Reinfrid
von Braunschweig 8968.
loading ...