Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 322
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322 ANMERKUNGEN

IV
ZUM ORTNIT C

177, 4 das erste blatt von dem die unlere hälfte erhalten ist umfasst die Stro-
phen 177, 4 bis 196, 2a . es fehlen oben je 28 reihen, nach 179, 3 fehlen 29 halb-
zeilen, also standen hier auf einer reihe, wie es in der hs. öfter vorkommt, zwei
halbseilen.

195, 4 die redensart tot sterben, die gramm. 4, 593 angemerkt ist, wird im
mhd. wb. 2, 2, 624* nur aus jüngeren gedickten nachgewiesen und ich bezweiße dass
sie sich in der ersten hälfte des 13 Jahrhunderts wird finden lassen, die älteste
stelle dafür scheint Vaterunser 4888 (immhd. wb. 3, 63" citiert)zu sein, in Dietrichs
flucht ist tot sterben sehr häufig: 990. 2063. 3394. 3453. 4015. 5078. 9716 (und
9116 vdUagen, bei Martin 9142 ohne Variante), in der Rabenschlacht steht es 908,
im Reinfrid 5161. 15154, vgl. äne tödes sterben 20219. Christian von Luppin, für
dessen zeitMSF s. 269 anm. zu bemerken ist, sagtMSH2, 20& stürbe er toter danne
tot, in getroest in niemer.

196, 2* das zweite blatt das mit dem vierten zusammenhängt geht von hier
bis 217, 3* . die äussere hälfte des blattes die weggeschnitten ist muss auf ihren
88 reihen 91 halbzeilen enthalten haben, die verlorenen 11 Strophen und 3 halbzeilen
müssen eine halbe strophe mehr enthalten haben als der alte text des Ortnit: dem
gemeinen text fehlt umgekehrt nach 207, 4 die erste hälfte der 196« strophe.

215, 1—3 die secks versenden sind nicht erhalten, da das blatt hier beschädigt
ist. die zeilen sind aus ac ergänzt.

217,4—239,3 drittes blatt, nach dem drei blätter mit ungefähr 66 strophen
fehlen.

221, 4 gar ebenso 238, 4. 321, 4. Wolfd. C11 20, 2. s. Haupt zum Eree 5500.

224, 2 wie daz hat auch a; C allein hat swie daz 330, 3. 4. die ältere mhd.
spräche kennt nur wie und swie ohne daz welches in jüngeren hss. bisweilen zuge-
setzt wird; so hat im a. H. 30 die hs. B wie daz. ebenso setzt Wolfd. D 563, 4 wie
daz er wolte vehten für B 343, 4 wie er solte striten. durch das metrum gesichert
ist swie daz diu vil reine guote bei dem schenken von Landegge MSR 1 354*. Virg.
297, 7 und wie daz in her Hildebrant durch walt in wazzer brähte und Goldemar
2, 4 wie daz der Berner vil guot nie gwan gen vrouwen höhen muot. im Wolfd.
D steht wie daz V 110, 4 wo ac daz fehlen lassen, VHI 253, 3. IX 57, 3. ebenso im
Reinfrid von Braunschweig 4044 und sonst; buch der rügen 1568; Heinzelins
minnelehre 9.

226, 2 si huop sich üf und sleich im zuo mit listen Kolm. meisterlieder 198, 25.
anff hueb sich kunig Walgund Wolfd. B 47, 3 hs. H. auch im Christophorus Flo-
rianer hs. 370 sieht sich üf heben.

229, 3. 4 sind von dem Schreiber, dessen nachlässigkeit auch sonst oft wahrzu-
nehmen ist, ausgelassen worden.

309, 2—4 vane als femininum auch 311,3. 335, 4. 336, 3 und ebenso sturmvan
319, 4 in der hs.; da jedoch 312, 2 das masculinum überliefert ist, so ist es auch in
den übrigen stellen hergestellt worden: das femininum ist für eine accommodation
an die mundart des Schreibers zu halten.
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