Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 324
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324 ANMERKUNGEN

3, 4 ich slahe in endelichen tot, swaz mir dar umbe üfe stät Virg. 380, 11.
als ir gröz beswaerde üf stüeode von der bete sin Engelh. 2161. da von ir misse-
linge möhte an eren üf gestän 3752. uns ist üf gestanden not und freise Rab. 985.
da mac wol schade von üf gestän Dietr. flucht 7959. spätere beispieh im mhd.
wb. 2, 2, 576«. im guten mhd. scheint in diesem sinne nur erstän und im
Trist. 39, 36 Ortn. 17, 3 (wo Wc üf gestanden lesen) üf erstän vorzukommen, s.
mhd. wb. 2, 2, 582.

8, 3 ähnliche ausspräche sind nicht selten: einen genau zu unserer stelle pas-
senden habe ich nur bei Putten im schätz des Rhampsinit (werke 3, 218) gefunden:
besser ein unglück denn zwei.

19, 4 sloz in der bedeutung bürg, palast ist jung, sehr späte belege hat das
mhd. wb. 2, 2, 413. in minen slozzen : begozzen steht Virg. 376, 8.

III

Die 67 strophen von D sind im gemeinen text zwischen B 258 (261 Holtzm.)
und 259 (328 Holtzm.) eingeschoben.

2, 1. 2 ich lerte in eren priesters leben, lop den reinen frouwen geben Virg.
361, 4/. Boppe hat den ersten teil dieser Vorschrift ausführlich behandelt in dem
Spruche Du werder mensch, des merke und ere priesters leben MS ff 2, 380 b.

8, 1 an einem mittwoch findet auch das turnier zu Tervis statt VII 175, 1.

15, 2 sendez herze IV 12, 2. sender lip 23, 3. unser sender tröst 97, 2. sender
muot V 10, 2. 95, 1 ac. VII 29, 2. sendiu swaere V 72, 1. ähnlich kommt senelich
senende im Wolfd. A vor, s. 3, XXXIX.

17, 3 widergän in dieser Verbindung für das gewöhnliche widervarn habe ich
sonst nur Rab. 918 gefunden dö was daz daz leide daz im da widergie. ähnlich
ist, von gutem gesagt, Dietr. flucht 6805 vogt von Bern, nu laches des uns hiute ist
widergän.

25, 1 dö wart gestriten sere üf des todes vart VI 184, 4. daz er viel zer erde
und fuor des todes vart IX 135, 8. vgl. der vert des tödes reise Frl. 13, 12. mit dem
t6de reisen Patt. H 191, 2.

26, 2 einem obe ligen ist ein paarmal aus älterer zeit belegt im mhd. wb.
1, 987* ; häufig ist es bei Konrad von Würzburg und späteren, s. Lexer 2, 129.
er wil eime ligen obe an disen widerverten Virg. 980, 9. wan da bin ich gesigende
und dir vil gar ob ligende Heinzelin 2, 364. do gelac im ein ander ob Teichner, lie-
dersaal 2, 19, 30. daz man den veiaden ob geligt Suchenwirt 28, 245. 277. er sey
gevangen oder wunt oder mit ern ob gelegen 28, 255. pis man den veiaden ob gelag
18, 49. er slueg se umb und lag in ob 18, 145. piz er mit ern ob gelag 9,176. sein
tail den veinden ob gelag 10, 127. der ie den schänden ob gelag 15, 6. — ebenso
wird under ligen gebraucht: als er in [under ligen sach Ecke 129, 4. ir müezent
under ligen Virg, 765, 10. daz sol ich weren, ob ich mac, oder ich muoz aber
under ligen 1065, 13. des muoste Ermrich geligen under Rab. 563. ir gelac dö bei-
denthalp vil under 769. von im gelac da under vil manic Ermriches man Dietr. flucht
3464. daz unser eines ere von dem andern under gelit 3957. ir gelit dest mer under
6136. des gelägen die vinde under 8341. Ermrich under geliget 10106. die Fran-
tzoys lägen under Suchenwirt 18, 310.

dl fehlt in e wegen des gleichen Schlusses einlif dienstman 30, 4 und 31, 4.
37, 3 der ritter üz erwelde im den kragen abe sneit IV 95,4. swelhen er mohte
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