Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 328
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328 ANMERKUNGEN

'so wij ich von im haben sin rot guldine sporn',
80 hetten si geteilet den forsten hochgeborn.
(17) Billung sprach zu in allen 'sich hebet grosse not:
ir solt uch vor im hüten, wolt ir in schlagen tot.
er bringt uns noch in komer und auch in gross arbeit,
wann er in sinem libe ain kunes herze trait.
auch z 315, 26 zählt Rotöl/ als den neunten, lässt Betli (bodemey *) ungezählt
und stimmt so bei den letzten drei räubern zu D.

20, 3 do wart von strit so heiz manegem werden man 211, 3. *. Haupt zum
Erec 4498.

42, 2 gemazze stark ßectiert auch VI 56, 4 und B 55, 3 hs. K. mazze wie
hier c hat, steht VI 56, 4 in cf und Mai 216, 16 hs. B. s. Haupt zum Erec 1969.
55, 1 verirren intransitiv habe ich sonst ausser dem späten Aliswert 105, 30
dar nach macht du verirren nicht im mhd. nicht gefunden; auch nhd. wird es
selten sein, in Schillers räubern 5, 1 sagt Franz lass einen wassertropfen in dei-
nem gehirne verirren.

57, 3 widers hörn wie hier ef haben, geben alle hss. VIII 137, 1.
59, 4 die starke flexion von glichen wird in den Wörterbüchern nicht belegt,
sie findet sich in der Virg. gleich (hs. glich) 289, 10. 291, 8 und die hss. nopt
des Willehalm haben 429, 18 glich.

66, 1. 2 das fehlen einer halbstrophe hierund 101, 3. 4 anzunehmen, wird
durch dieselben gründe wahrscheinlich die zu IV 58 angeführt wurden, hier kommt
noch besonders in betracht dass, wenn man die lücken nicht annähme, die reden
mehrfach auf zwei strophen verteilt würden: und dies wäre ein Verstoss gegen
die ganze art der strophe die in unserm gedickte richtig behandelt wird, solch»
reden sind 71. 73—75. 83. 93. 95. — z 326, 6—9 hat für 66,1. 2

der starke riss vnreine
wolt in da nit erschlahen;
er duchte in zu deine,
er wolt in lieber fahen.
und Strophe 101 lautet in z 333, 5—12

Da sprach Wolfdietriche
'Wernher, geselle mein,
so rechte tugentliche
wiltu hie bey mir sein?'
er sprach 'ia, furste here,
bis auff meins endes zil,
das ich mich niemer mere
von üch gescheiden wil'.

67, 1 kle als neutrum hat c auch 136, 4. VI 188, 4. X 88, 2 und dasselbe
genus ist wol im feldbauer 451 anzunehmen: des ahte ich allez als ein kle. *.
Haupts zs. 15, 104.

67, 3 alle beide auch 71, 4. 180, 4 e. VI 165, 4. die hirten släfea alle beid
Kolmarer meisterlieder 26, 51.

72, 2 gewöhnlich wird im mhd. der eigenname flectiert und das vorhergehende
appellativum nicht, Grimm wb. 2, 1010. hier und im Alphart 330, 2 des keisers
Ermenrich ist es umgekehrt, beide worter bleiben bisweilen unflectiert: des künec
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