Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 331
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ZUM WOLFDIETRICH D VI 331

74, 2 da mit länt iu gedienet sin 95, 1. lä dir minen kumber Mute wesen ge-
klaget 106, 4 acf. läz dir geklaget sin . . . die mine herzepin Roseng: C297. und
lä dir daz geraten sin Rabenschlacht 943.

95, 3. halpjär wird von Lexer gar nicht, von Heyne im DWB nur einmal aus
Kaisersbei'g nachgewiesen, aber wie halpbrot und andere Zusammensetzungen mit
halp- ist halpjär auch 96, 1. VII 109, 8. X 47, 3. 50, 3. B 394, 26. 426, 32. 34
zu schreiben. B 472, 1 steht ein halbez jär, von den hss. des gemeinen textes geben
ef halpjär {nicht halbes jar wie Holtzmann 772, 1 ohne Variante setzt) ; ac ändern
den endreim. im Crane 2413 hat die hs. A halp jar.

100, 3. 4 wörtlich gleich der Schilderung der rauhen Else in D 559, 3. 4. die
entsprechende strophe in B 338, 3. 4 lautet anders und hat den vergleich als milch
und bluot getan nicht der zwar in Konrads Flore 6837 vorkommt, aber vorzugs-
weise bei Konrad von Würzbur% Und seinen nachahmern beliebt zu sein scheint:
Engelhard 2967. 3684. Parton. 8656. Troj. 3024 usw. Reinfrid 2222. Hätzlerin
1, 28, 71. vgl. MSF 313, 1 herre, wer hat si begozzen mit der milche und mit dem
bluote? — zu wart mit dem Infinitiv das D auch sonst hat, s. meine anmerkung
zum ritter von Staufenberg 1092.

132, 3. 4 stimmen in ac wörtlich zu B 590, 3. 4. die lesart von ef ist in den
iext gesetzt worden, weil diese formet in allen hss. erhalten ist 126, 3 und 175, 3
wo runde klammern statt der eckigen zu setzen sind.

155. Randolf hat dem Walthari mit einem schwerthieb locken abgeschoren,
Walthari spricht 979, als er ihn erschlägt en pro calvitio capitis te vertice fraudo,
ne fiat ista tuae de me jactancia sponsae.

161, 4 gestac habe ich nach ef gesetzt, ac haben die regelmässige mhd. form,
neben der ich die starke sonst nicht nachzuweisen vermag:

176, 4 drei beispiele für diesen vergleich gibt Haupt zu Engelh. 557. vgl.
noch die hüt und die dicke squam spielt er mit dem swerte enzwei als ez waere
ein gebraten ei Krone 15169. diu leite an den hantschuoch, der sie zer rehten site
enzwei geliche und reht teilt als ein ei 24203. die (die decke) kunt ez eben als ein
ei mit sinem mezzer enzwei gesniden und gespalten Ls. 1, 587, 101. daz sin ors reht
als ein ei hinder dem satel schone enzwei ze stucken wart geteilet Reinfrid 18995,/.

187, 4 die Verbesserung der ersten halbzeile die Holtzmann in der einleitung s.
LV1 noch bemerkte wird vollkommen sicher durch die gleiche entstellung in ef IX
135, 4 und die entsprechende, in den hss. fast nicht angetastete stelle III 36, 2. in z
sind alle drei stellen geändert: am wenigsten IX 135, 4 wo schlegen für ecken den
reim auf legen gab,.mehr die beiden andern, s. die lesarten zu 111 36 und hier
wurde, um diet zu beseitigen, auch der endreim durch not: dot ersetzt.

194 fehlt in efg nur durch ein versehen zu dem der wiederholte reim über al :
kriuzestal veranlassung gab. in z 395, 1 fehlt aus demselben gründe 194, 2—195, 2.

206, 1 in ef ist der vers zu kurz, die in den text gesetzte lesart von ac wird
bestätigt durch die Übereinstimmung der hss. VH 12, 2. VIII 239, 2 und durch B
482, 1 wo ac wie B haben, ef dagegen den vers ebenso verkürzen wie hier.

209, 2 das gedieht vom priester Johann cod. pal. 844 sagt von einem edelsteine
kein wazzer nie so tief wart, swer in hat in sinem munde, der laege ein jär am
gründe, daz er niene stürbe noch von wazzers not verdürbe. Massmann, kaiser-
chronik 3, 1120.

214, 3a «= VIII158, 3« fröu dich, herze in minem Übe.
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