Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (4. Teil, 2. Band): Monographie — Berlin, 1873

Seite: 332
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332 ANMERKUNGEN

VII

12, 3 gip in zuo verstän 1X111,3. gent mir züo verstän D 760, 3 ef, nicht in ac
und in der entsprechenden stropke von ß 463, 3. dem gib ich ez ze versten (Hacker
425* . die sachen die uns ze verstaane gebeat daz wir geloubea David von Augs-
burg zs. 9,17.

16, 3 s. Haupt zum Erec 4068 und den nachtrug zu Beneckes anmerkung zu
Iwein 3, 7928.

29, 4 wille stark flectiert auch VI 45, 4 acg. Beinzelins minnelehre 28 C und
Virg. 803, 12 hs. da die hss. von D nicht übereinstimmen, so ist die gewöhnliche
form in den text gesetzt worden.

31, 2 als in sin maaheit lerte und sin tugent bat = 110, 2. als sie ir tugent
bat 67, 4.

37, 4 ef lesen dich für dir und D 800, 3 (= B 498, 3) haben fg dein got noch
dein swert dhan dich (kundent din g) nit gewogen, darnach ist in den Nib. 2156, 1
die lesart von A wol so zu verstehen dass sine auf Rüdeger und Gernot geht. Lach-
mann und Lexer 1, 980 erklären si = gegen sie (die schwerter J.

39, 4 er stifte mort Kolmarer meisterlieder 25, 5. der des tages stifte mort an
den heiden Ludwigs kreuzfahrt 4438. der alte stiftete erst mort Wolfd. B 293, 3 in
ac. im mhd. wb. 2, 2, 629 steht Jeroschin 7018 di stiftin mort unde brant undeja-
mirs alzuvil; Lexer 1, 2204 belegt mort stiften aus augsburgischen Chroniken, stif-
ten von schlimmen sacken begegnet in der späten rnhd. literatur oft, z. b. Alphart
369, 4 Studenfuhses mannen stifte er not und arebeit; aber schon in der genesis
fundgr. 2, 23, 46 steht so wir gestiften dei menegen leit.
46, 4 zuo ires herzen wende 69, 2.

52, 2 sunder äne mine schult MSF 34, 13 wo B ebenso alle für äne setzt wie ac
hier alles.

54, 4 heischen für eischen gehört nicht erst, wie im DWB 3, 363 gesagt wird,
demnkd. an, sondern kommt schon im 13 Jahrhundert vor: Schneller i} 166. Urkun-
den geben für die zeit von solchen jüngeren Sprachbildungen bessere gewähr als
handschriften deren zeit selten genau festzustellen ist. uf heischont steht in Schrei-
bers urkundenbuch der stadtFreiburg' 1, 80 in einer Urkunde vom j. 1275: dies Zeug-
nis verbietet in D eischen für das überlieferte heischen'sw setzen.

66, 2 hochgenant auch III 6, 5 ac und zweimal in der Umarbeitung des textes
von B: 640, 2 (B 406, 2) und 760, 2 (B 463, 2). Konrad von Würzburg braucht
das wort öfter, s. Haupt zu Engelh. 2896 ,• ebenso die Virginal, und Alphart 60, 3.
wie hier steht diu wirtin hochgenant, so wird es auch in der Virg. 551, 2 und in
Bietr. ausfahrt 537 von fronen gesagt, in den späteren gedickten tritt zwar gerade
bei den adjectiven eine merkwürdige geschmacklose verkehrung ein die uns zeigt dass
die epischen epitheta zu einem fast bedeutungslosen flitter geworden waren, in der
Rabenschlacht heisst z. b. Helche diu vil vermezzen 184. diu küneginne starc 1043;
und umgekehrt werden den heiden epitheta gegeben die eigentlich nur frauen zukom-
men: der fürste wol getan Rab. 453. der ritter fin Virg. 86. 5. der niarcgräve via
Roseng. D 832. helde vin 737. helde zart 761. 1550. 1583. fürste zart Wolfd. D IV
87, 2. VII116, 2, IX 101, 2. X 83, 2. 'der edele fürste zart V 120, 2. der degen
zart III 27, 2. V 199, 2. VI 224, 2. VII 64, 2. X 51, 4. der edele ritter zart VII
111, 4. helt so zart VII130, 2. dem edelea keiser zart C VIII 21, 4. der fürste
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