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und sonst wann. Er hat die Eigentinimliehkeit, in Silber gefasst
seine Kräfte besser äussern zu können, wie wenn er in anderem
Metall gefasst ist Dieser Stein kommt in vielerlei Arten und in
vielen Ländern vor, es giebt ganz feuerrothen und durchscheinenden
Jaspis, und dieser wird besonders geschätzt. Es kommt auch eine
rothe, aber nicht durchscheinende Sorte vor, die aber weniger werth
ist. Der grüne Jaspis, der das leibliche Auge stärkt, gleicht dem
Glauben, der das Auge der Seele kräftigt. In meinem Lobgesang
habe ich dem Jaspis das Maasshalten unserer lieben Frau verglichen,
denn die Tugend, welche Temperantia heisst, stärkt das leibliche
und das geistige Sehvermögen.

45. Vom Hyacinth.

Jacinctus heisst Hyacinth. Der Stein ist gelb, in der Finster-
niss dunkel uud am Lichte scheinend, weil er, wie man sagt, lichtempfindlich
ist. Der Hyacinth ist der beste, der weder zu dunkel
noch zu hell in der Färbung ist. Er ist sehr hart und lässt sich
schwer spalten und schneiden, man kann ihn aber mit Diamantsplittern
bearbeiten. Er ist sehr kalt, besonders, wenn mau ihn in
den Mund nimmt. Seinem Besitzer verleiht er Kraft, vertreibt die
^Traurigkeit und die Herzensangst, und macht den sicher, der in
fremden Ländern reist Er beschützt den Menschen vor dem Tod
durch die Pest, vor Vergiftung und Schlangenbiss. Er macht seinen
Träger angenehm vor Gott und den Menschen. Dieser Stein kommt
aus dem Mohrenlande, und weil er seine Farbe nach dem Wetter
wechselt (denn er ist trübe und dunkel bei schlechtem und hell
bei gutem Wetter) ist er ein Sinnbild der bescheidenen Art der
Heiligen, mit deren Hülfe sie sich nach allen Menschen um Gottes
Willen richteten, um ihnen Segen zu bringen, damit sie Gort und
das ewige Leben erwürben. Desshalb sagt auch Sankt Paulus von
sieh selbst: Ich bin mit Allen gemein geworden! grade als ob
er sagen wollte: Ich bin mit allen Menschen alle Menschen geworden
, das heisst: in unserem Herrn Jesus Christus. Ich Armer,
der in seineu Sünden allezeit grosser Gnade bedarf, habe mit diesem
Stein die überströmende Gnade unserer lieben Frau verglichen.
Denn sie benimmt dem Sünder das Trauern und schützt ihn, wenn
er aus diesem Lande scheidet, in der Stunde, wo Seele und Leib
sich trennen. Ich rathe Dir aus voller Treue, dass Du ihren Namen
im Herzen trägst vor allem edelen Gestein.


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