Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: XIX
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0020
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
XIX

vorschlage, sind von der Art, dafs sie
die langsame Verbrennung des thierischen
Stoffes begünstigen, und die leise Flamme
des Lebens im Räumlichen des Organis-
mus wieder anfachen müssen, wenn die
inneren Bedingungen des Lebens, das
heifst, die eigentümliche Mischung der
flüssigen sowohl, als starren Theile noch
besteht, oder doch durch die Wechsel-
wirkung der Elemente des organischen
Stoffes nicht merklich verändert wird,
dafs desselben Ziehkräfte gegen die Stoffe
des Mediums, als die Grundursache aller
Lebensbewegungen, gänzlich aufhören.
Was also bisher noch den heilenden
Ärzten unmöglich ist, das bei jeder
Krankheit bestimmte eigentümliche Mi-
schungsverhältnifs zu erkennen, und
wieder herzustellen, das ist dem retten-
den Arzte gegeben. Er lernt hier die
äufseren Bedingungen kennen, die das
Leben begründen; er wird von der Me-
thode unterrichtet, dieselbe wieder her-
beizuführen , und dadurch das erloschene
Leben von neuem wieder anzufachen.
loading ...