Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 6
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Wirkungen der organischen Natur aber sind
so miteinander verwebt, dafs eine die andere
nothwendig nach sich zieht. Organische
Theile werden durch äufsere Einwirkung ver-
ändert ; sie verlassen den Organismus : Andere
gehen von aufsen in den organischen Körper,
werden jenen verähnlicht, und treten in bestän-
dig-gleichförmiger Ordnung in den Platz der
Theile, die verändert fernerhin zu den Ver-
richtungen des Organismus unfähig, aus dem
Körper weggeführt werden. Nur dadurch läfst
es sich begreifen, wie bei dem beständigen
Wechsel der Stoffe, der viel schneller in der
organischen, als in der unorganischen Natur
vor sich geht, der Organismus stets sich
gleich, und seine Kräftensnmme, womit er
in die übrige Natur eingreift, stets die nem-
liche bleibt; da die Mineralien mit der Ver-
änderung ihrer Mischung auch ihr Kräftenver-
hältnifs gegen die übrige Körperwelt ändern.
Es folgt aus dem bisher Gesagten, dafs zwar
auch die organischen Körper ihre Mischung
stets ändern; aber auch, dafs eben dieselbe
in dem nächsten Moment durch neue Theile
das vorige Mischungsverhältnifs wieder her-
stellen; und dadurch immer gleichförmig
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