Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 30
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zurückkehrend ins linke Herz gelangt, ist
also nun völlig mit den Bestandteilen begabt,
überall, wo es hingelangt, den Lebensprozefs
zu beginnen; derselbe ist vorzüglich stark in
dem System der Aorta, dann in den Zellchen
des Organismus, in dem System der Venen,
und endlich in jenem der Sauggefäfse.

Die Folge dieses Prozesses ist die Zusam-
menziehung der Kanäle, die die Säfte führen,
und der Zellchen, welche aus dem arteriösen
Plexus dieselben aufnehmen. Die nächste
Ursache dieser Zusammenziehung ist die Ver-
bindung des dem Blute anhangenden Sauer-
stoffs mit den einfachen Bestandteilen,
welche die Zellchen bilden. Diese festen
Bestandtheile des Körpers bestehen aber aus
Stickstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff.
Bei dem Lebensprozesse entstehen aus der Ver-
einigung dieser Stoffe, theils binäre Verbin-
dungen , wie gesäuerter Stickstoff — Wasser-
und Kohlensäure— theils eine quaternäre Azo-
ture d'hydro - carbohe oxyde, oder Uree.
Erstere werden durch die Lunge und Haut in
Gasgestalt ausgeführt; Letzteres vorzüglich
durch die Nieren ausgeschieden, wo es in
Wasser aufgelöfst, den Harn darstellt.
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