Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 62
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macht, von jenem der Oxydation, wo dasselbe
in dein Maafse dicker , dichter, schwerflüssiger
und zäher wird, als sich der expandirte Sauer-
stoff nach und nach mehr figirt, und mit
Verlust seines Wärmestoffs endlich ganz mit
den einfachem Stoffen des Blutes verbrennt,
und sich in solider Gestalt mit denselben ver-
einigt . — Das flüssige Arterienblut durch-
lauft die Gefäfse des arteriösen Systems, und
wird durch die Kraft des Herzens und der
Gefäfse aus den gröfsern Asten in die feinern
Zweige übergetrieben: nur der feinere Theil
des Blutes dringt mit Leichtigkeit in die
feineren Gefäfsnetze, und wird aus diesen in
die Gefäfsgeflechte gebracht. Dieses zeigen
uns die mikroskopischen Beobachtungen in
dem durchsichtigen Netze der Saugthiere,
und in den Flofsen und Schwimmhäuten der
Fische und Amphibien. Der feinste Theil
des Blutes ist unstreitig der Eyweifsstoff, der
im Serum aufgelöfst, und mit Sauerstoffhalb-
,gas umhellt, sich hier deutlich in Form
kleiner Kügelchen zeigt, welche durch die
Achse dieser kleinen Gefäfse durchgehen,
und bei jeder Systole der Arterien in beschleu-
nigtem Strome bis in die arteriösen Geflechte
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