Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 66
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0091
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
66

ner Reitz für das Herz und die Gefäfse sey,
dem alsobald eine Zusammenziehung durch
den uns unerklärbaren Nervenreitz entgegen
wirke.

Das folgende Kapitel wird zeigen, dafs
diese Zusammenziehungen ohne alle Einwir-
kungen des Nervensystems Statt haben, also
blos als eine Einwirkung des Blutes auf den
festen Organismus angesehen werden müssen.
Sind sie aber das, so ist es in der That un-
nöthig, von einer eigenthümlichen Reitzfähig-
keit zu sprechen , wo eine Veränderung zu er-
klären ist, die nur von der Mischung abhängt;
also nicht anders, als chemisch erklärt werden
kann .

Wenn wir auf das Resultat des oben ange-
führten Versuchs fufsen dürfen; so ist es klar,
dafs das Blut in den Lungen das Prinzip
geschöpft haben mufs , vermittelst welchen es
im Stande ist, die Zusammenziehungen des
Herzens hervorzubringen.

Was ist aber dieses für ein Stoff ? — Kein
anderer, als das Sauerstoffgas, welches eines-
theils seines Wärmestoffs beraubt, in das Ge-
fäfssystem gedrungen war, und sich mit dem
phosphorsauren Eisen und dem Eyweifs-
loading ...