Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 79
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0104
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
79

lose, und in einem etwas expandirten Zu-
stande anhängt, wie z. B. die oxygenirte Salz-
öder Salpetersäure.

Wenn man nun erwägt, dafs derEyweifs-
stoff derjenige Bestandtheil des Blutes ist, der
vor allen andern sich während dem Leben des
Thieres mit dem aus dem Medium geschöpften
Sauerstoff verbindet; wenn man weifs, dafs
diese Verbindung nur nach und nach und in
den Graden einer langsamen Verbrennung vor
sich geht: so lassen sich die Ursachen von
obigen Erscheinungen leicht angeben; denn
so lang der Sauerstoff in Halbgasgestalt die
Kügelchen umhüllt, zeigen sie sich als solche,
wenn sie auch in grofser Menge an irgend
einer bestimmten Stelle des Thierkörpers nie-
dergelegt werden, und dorten das Hirn- und
Nervenmark bilden; dann ist dasselbe weich
und flüssig: sobald sie aber die Verbindung
des Sauerstoffes gänzlich oxydirt hat, so wird
derselbe härter, und kömmt dem Faserstoffe
näher, welches um so eher geschieht, wenn
man oxygenirte Salz- oder Salpetersäure mit
denselben in Berührung bringt.

Es erhellet aus dem hier Vorgetragenen,
dessen weitere Erörterung mir der Raum, der
loading ...