Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 92
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0117
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
93

1) Begierig zu erfahren, wie die Sache sich
in Saugthieren verhielte, durchschnitt
ich einem jungen Kaninchen den längs
der Karotis in die Brust heruntergehen-
den Stimmnerven. Obgleich dadurch
die Muskeln des Larynx sogleich gelähmt
wurden , und nun das Thier nicht mehr
im Stande war, den hellen schreienden
Ton hervorzubringen, denihm in dem
Augenblicke des Schnittes der Schmerz
ausprefste; so gieng doch sowohl der
Pulsschlag,' als das Athemholen fort;
und ich bemerkte darin nicht die
geringste Veränderung.

2) Das Nemliche geschah in einem andern

Kaninchen, dem ich einen halben Zoll
unter dem öbem Halsknoten nebst dem
Stimmnerven auch den sympathischen
Nerven abschnitt.

3) An einer jungen Katze durchschnitt ich
J . den Zwerchfellnerven bei seinem Ein-
tritt in den Thorax. Die Respiration

: dauerte fort, nur sah man keine Bewe-
gung der Bauchmuskeln , sondern nur
ein mühsames und angestrengtes Erhe-
ben des Thoraxes.
loading ...