Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 94
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0119
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
94

Saugthieren wiederholt, und der Erfolg war
der nemliche.

Vergleichen wir indessen diese Erschei-
nungen in Saugthieren mit jenen, welche
wir in Amphibien beobachten; so bemerken
wir einen wesentlichen Unterschied: In diesen
hatte die Trennung des Rückenmarkes nicht
die unmittelbare Folge, dafs auch dadurch
auf einmal das Gefäfs System gelähmt wurde;
da in jenen zugleich, ja früher in dem Gefäfs-
system die Zusammenziehungen aufhörten,
ehe dieses noch in dem Nervensystem
geschah; denn so lange die dem Körper des
Saugthieres eigenthümliche Wärme bestand,
so lange sah man noch, wenn man die Mus-
keln der Einwirkung der Luft blos stellte,
Zuckungen und starke Zusammenziehungen,
die zwar auch noch in dem herausgeschnitte-
nen Herzen bemerkt wurden, aber doch me-
ntalen so stark und regelrnäfsig waren, dafs
dadurch der Blutlauf, der nach der Durch-
schneidung des Rückenmarkes plötzlich stille
stand, wieder in Gang gebracht werden
konnte.

Dieser merkwürdige Unterschied, den
dieser Versuch in Saugthieren , und in Thieren
loading ...