Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 101
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Achtes Kapitel.

Von der Verbindung des Athem-,
holens mit dem Kreislauf.

Wenn wir aus den im vorigen Kapitel ange-
führten Versuchen einleuchtend gesehen haben,
dafs der Einflufs des Nervensystems zur unmit-
telbaren Bewegung des Herzens und des Ader-
systems, und des davon abhängenden Kreis-
laufes gar nichts beiträgt; so würden wir
dagegen auch eben so augenscheinlich unter-
richtet von der Nothwendigkeit dieses Ein-
flusses des Athemholens . Die nothwendigste
Bedingung dieser Verrichtung ist, die Erhe-
bung des Thoraxes und das Heruntersteigen
des Zwergmuskels. Durch diese Bewegungen
wird der innere Brustraum erweitert, und
nach den statischen Gesetzen expandirter Flüs-
sigkeiten mufs durch die: Luftröhre ein so
grofses Volumen der äüfsern Luft in das zarte
Gewebe der Lungen eindringen, als noth-
wendig ist, den Raum, der durch die Mus-
kelbewegung erzeugt wird, auszufüllen, und
die Lunge stets an dem Bippenfelle anliegend
zu erhalten. Diese Muskelbewegungen aber-
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