Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 108
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Um jedoch dieses noch direkter zu bewei-
sen , durchschnitt ich an einer Katze die Rip-
penknorpel an den Rippenenden, und nahm
dieselben mit dem Brustbein weg. Die Lungen
sanken zusammen, obgleich, da die Luft die
Lungen berührte», der Kreislauf durch die-
selbe, wiewohl schwach, klein und unter-
brochen fortdauerte . Vermittelst eines Blase-
balgs , dessen Röhre ich in die Luftröhre der
Katze einbrachte, und dessen Balgstück auf
das Ende einer Glocke aufgeschraubt war,
trieb ich nun Wasserstoffgas in die Lungen
hinein; augenblicklich hörte der Kreislauf auf,
obgleich ich die Lungen durch das stets ein-
getriebene Wasserstoffgas in einer beständigen
Ausdehnung erhalten hatte.

Was braucht es mehr, um zu beweisen,
dafs bei dem Stillestehen des Athemholens
nicht das mechanische Hindernifs des nicht
vergröfserten Brustraums, sondern die che-
mische Mischungsveränderung des Blutes,
welches nicht oxygenirt werden konnte, die
Ursache des gehemmten Kreislaufes ist ?

Wer dieses, was ich hier über die Verbin-
dung des Kreislaufes mit dem Athemholen
gesagt habe, erwägt, der wird die innigste
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