Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 111
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abwärts in die Brust; gerade zwischen den
Lungen und dem Herzbeutel steigt derselbe
an den Zwerchmuskel, verbreitet sich erst
strahlenförmig in diesem Muskel, dann aber
geht derselbe mit den Asten der Zwischenrip-
pennerven Verbindungen ein.

Wenn man die Art und Weise, wie die
Nerven sich an die Respirationsorgane ver-
breiten, sorgfältig betrachtet; so wird man
sich von einem doppelten Ursprung ihrer Be-
wegung leicht überzeugen müssen. Die In-
terkostalmuskeln sowohl, als der Zwerchmus-
kelnerve entstehen aus dem Rückenmark. Es
ist also das Willensvermögen im Stande, ver-
mittelst dieser Nerven die ebengenannten Re-
spirationsmuskeln in Bewegung zu setzen, so
wie dieses Vermögen auf alle die Bewegungs-
organe wirkt, die aus diesem markichten
Hirnfortsatze mit Nerven versorgt werden.
Aber auch zweitens können diese Werkzeuge
des Athemholens ohne direkten Einflufs des
Hirns in Bewegung gesetzt werden, wie
dieses oft ohne unser Bewufstseyn, und
bei "der gänzlich aufgehobenen Willenskraft,
z. B. im Schlafe geschieht. Dieses hängt
■von einem besondern in der Brusthöhle
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