Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 114
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liehen Aufhebung der Willenskraft und jede»
andern Gehirnvermögens unterhalten, dieses
konnten sie nicht ausmitteln.

Unter den- Neuern hatR o ose5 geglaubt,
die mit dem Zeitraum der Inspiration synchro-
nische Anschwellung des Hirns als die Ursache
angeben zu können, warum der Thorax
unwillkührlich erhoben, und das Gewölbe des
Zwerchmuskels geebnet wird: allein, nicht zu
gedenken, dafs diese Anschwellung die Folge
des in die Hirngefäfse eingetriebenen Blutes
ist; so entstünde dadurch eine Affektion des
ganzen Gehirns, welche sich also durch alle
Nerven, die daher abstammen, und am allerwe-
nigsten auf das Organ des Athemholens, welches
in der Thatrnit dem Hirn nur einen geringen
Zusammenhang hat, fortpflanzen müsse.

Man sieht also nun, auf welche Art die
doppelte Erregung der Respirationsorgane in
den warmblütigen Thieren geschieht, wovon
die eine offenbar vom Gehirn abhängt, die
willkührlich ist; die andere aber durch das
den Nerven der Respirationswerkzeuge, bei
seinem Verlauf durch die Brusthöhle, mitge*
theilte Halbgas hervorgebracht ist, die ich die
6 B ei 1 a Archiv filr die Physiologie, V, B, 2. Heft pag. 159.

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