Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 144
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Da der zur Hilfe herbeigerufene Arzt dar*
auf halten mufs , dafs die atmosphärische Luft
in die Lungen den freiesten Zugang findet,
so darf er sich nicht eher beruhigen, als bis
er sich durch die genaueste Untersuchung
überzeugt hat, dafs die Lungenzellchen wirk-
lich in dem freiesten ununterbrochenen Zu-
sammenhange mit der den Körper umgeben-
den atmosphärischen Luft stehen.

Das Erste, was ihn davon überzeugt, ist
das Einblasen der Luft durch die Nasengänge,
als der gewöhnlichen Richtung des Luftstroms
beim Athmen. Er bringt zu dem Ende ein
kurzes Rohr in die eine Nasenöffnung, und
indessen ein Gehilfe die andere Nasenöffnung
gegen die Nasenscheidewand drückt, sucht
er entweder durch den Mund, oder vermit-
telst eines an dem Rohr befestigten Blasebalgs
Luft durch die Nasen in die Rachenhöhle,
und sofort durch die Luftröhre in die Lunge
einzublasen. Gelingt dieses, so wird sich
durch die sich ausdehnende Lungen die Brust
etwas erheben, und dann wieder zusammen-
sinken , wenn man. mit ,dem Einblasen nach-
läfst. Sollte dieser Versuch nicht? gelingen,
so kann man schon daher schliefsen, dafs in
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