Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 145
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0170
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
der Gegend der Kehlöffnung ein Hindernif3
sey, welches der Luft den Eingang verwehrt.
Dieses Hindernifs besteht nun entweder im
zähen Schleim, der die enge Öffnung der
Luftröhre verstopft, oder in einer Verengung
der Stimmritze selbst; oder was das Ge-
wöhnliche ist, in diesen beiden Zuständen
zugleich.

Um dieselben zu entfernen, suche man
eine eigentümliche zu diesem Zwecke ver-
fertigte Röhre, die am besten aus Buchsbaum-
holz gearbeitet vier Linien in der Breite hat,
unten spitz zuläuft, und in eine abgerundete
Schneide, wie das Mundstück einer Flöte
sich endigt; unten verschlossen, ist es nur
zu den Seiten mit zwei Offnungen versehen.
Diese Röhre mufs vier Zoll lang, flach nach
dem Rücken der Zunge gekrümmt seyn,
damit sie leicht und sicher eingebracht werden
könne. Diese Handleistung wird nun auE
folgende Art verrichtet: Ein Gehilfe drückt
mit der Hand die Zunge nach unten, und
sucht sie auch etwas vorwärts zu bewegen,
indessen der Arzt auf der rechten Seite des
in einer horizontalen mit der Brust schief
aufwärts steigenden und den Kopf in einer

10
loading ...