Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 171
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0196
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
"J71

Theil des Schnees durch die Wärme des Rei-
henden schmelzen, und so den erstarrten
Körper in dem geringsten Grade über,ö'
berühren, welchem er aber alsbald seinen
Wärmestoff abgibt, und so wieder unter o
zurückgeht, indem das Schneewasser auf der
Oberfläche des Körpers gefriert. Mit diesem
Reiben mufs nun solange fortgefahren wer-
den, bis der Körper völlig aufgethauet ist,
und seine Glieder die gehörige Geschmeidig-
keit wieder erhalten haben. Es pflegt alsdann
nicht selten zu geschehen, dafs wegen der
beibehaltenen Mischung der flüssigen Theile
der Kreislauf sogleich wieder beginnt, und
«ach diesem das Athemholen und die übrigen
Verrichtungen des Lebens wieder zurück-
kehren ,

Wenn dieses aber nicht geschieht, so wer-
den die übrigen Hilfsmittel unverzüglich
angewendet werden müssen, die dahin ab-
zwecken, den Sauerstoff in seiner elastischen
Form und in hinreichender Menge mit dem
Blute zu verbinden, und dieses dadurch fähig
zu machen, auf die festen Kanäle zu wirken.

Es ist die gröfste Vorsicht nöthig, dafs der
erfrorne Körper ja nicht schnell einer gröfsern
loading ...