Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 173
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0198
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Wärmegrad herbeizuführen, der dem leben-
den Körper natürlich ist; und während dem
Andere mit der Zuleitung des Sauerstoffes in
den gehörigen Formen beschäftiget sind,
müssen Andere suchen, den scheintodten
Körper zu erwärmen.

Ich ziehe aus Gründen, die ich unten
angeben werde, die trockene Erwärmung der
nassen vor. Wenn der scheintodte Körper
entkleidet, und auf die gehörige Art auf einer
Matratze ausgestreckt worden ist; so bedecke
man denselben mit Tüchern von Flanell, die
ungefähr zwei Meter im Quadrat enthalten
müssen. Dergleichen wollene Zeuge mufs man
viele bei der Hand haben, um damit schnell
abwechseln zu können . Drei davon müssen zu
gleicher Zeit erwärmt werden, um damit die
Achseln sammt der Brust, den Unterleib und
die unteren Extremitäten umhüllen zu können.
Man erhält dadurch den Vortheil, unter den
aufgehobenen Flanellstücken andere sauerstoff-
haltige Substanzen an die Oberfläche der Haut
anbringen zu können, ohne jedesmal gezwun-
gen zu seyn, den Körper entblösen zu müssen.

Das Aschenbett, soviel dasselbe auch ver-
spricht s iu Hinsicht auf die gleichförmige
loading ...