Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 183
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0208
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
i83

nicht2 mehr den Grad der Expansion hat,
welchen es haben mufs, wenn es als das vor-
nehmste Agens die Lebensbewegungen unter-
halten soll; nur der übersauern Kochsalzsäure
hängt der Sauerstoff in einem von dem Grade
der Expansion, den derselbe als Gas annimmt,
wenig verschiedenen Zxistände an , verläfst sie
leicht wieder und tritt an andere nahe ver-
wandte Körper über. Ich halte darum diese*
oxygenirte Säure vorzüglich geschickt, um
als ein äufseres Mittel auf die Hautoberfläche
des scheintociten Körpers angebracht zu wer-
den, noch um so mehry da das-Sauerstoff gas
hier bei seiner Verbindung mit der Kochsalz-
säure schon den ersten Grad der Verbrennung
Untergängen hat: also schon deswegen leichter
zu den Bestandteilen des Blutes eindringt,
und sich gerade in der Gestalt mit dem
hydrokarbonisirten Stickstoff des Thierkör«
jers verbindet, in der es allein den Lebens-
prozefs vollziehen kann.

Man könnte freilich noch mehrere ändere
Stoffe hier anrathen, die wegen der langsamen
Verbrennung, die sie unterhalten, den Sauer-
stoff aus der Atmosphäre anziehen, und den
Thierstoffen, wenn sie auf die Haut gebracht
loading ...