Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 184
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werden, denselben übergeben "könnten. Dahin
gehören unter den tropfbaren Stoffen vorzüg-
lich die Ole und Balsame, wovon man in der
Wiederbelebung scheintodter Menschen auffal-
lende Beispiele gesehen hat; indem nemlich
diese an der Atmosphäre sich säuern , so über-
geben sie, wenn sie auf die Oberfläche der
Haut eingerieben werden, den nach und nach
angesammelten und noch nicht fest mit sich
verbundenen Sauerstoff an das Blut ab. In
den Fällen also, wo man die oxygenirte Koch-
salzsäure nicht bekommen könnte, wäre das
Einreiben von Baum- oder Nufsöl auf die
Oberfläche -der Haut als ein vorzügliches
Mittel zur Wiederbelebung anzurathen. Da
die Wärme die langsame Verbrennung dieser
Substanzen sehr befördert; so müfste dem
zufolge die'Einreiburig dieser öligten Substan-
zen nur "mit erwärmten Händen geschehen,
und nur unter den erwärmten wollenen Be-
deckungen vorgenommen werden.

Aufser diesen tropfbar flüssigen und lang-
sam verbrennliehen Stoffen, gibt es nun noch
eine Menge anderer Stoffe', welche den Sauer-
stoff aus der Atmosphäre anziehen, Und
denselben um sich in einem dichteren Danst-

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