Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 200
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0225
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
soo

kung auf ein anderes auch noch so entferntes
würden erklären können. Aber es ist doch
auch ausgemacht, dafs es neben dem ansehn-r
liehe und nahe Verbindungen gibt zwischen
den Nerven der Oberfläche, und jenen innern,
die an die Organe des Lebens sich verbreiten ,
worauf wir vorzüglich achten müssen, und
worauf zu wirken bei dem Geschäfte der Wie-
derbelebung vom Scheintode vom gröfsten
Nutzen seyn müfste. Man hat durch Erfah-
rung schon gelernt, welche Nervenäste vor-
züglich geschickt sind, die ihnen mitgetheilte
Erregung auf die Organe des Lebens fortzu-
pflanzen, und, ohne die^mechanische Einrich-
tung genau zu kennen, welche diese Fort-
pflanzung begünstigte, eben , weil man diese
Wirkung selbst durch eigene Empfindung
taglkh bemerkt, sucht man sie auch im
Scheintode mit einer gewissen Art von Zu-
versicht anzuwenden, die denn nothwendiger
Weise auch in den angezeigten Fällen oft "mit
einem guten Erfolg gekrönt wurde.

Man suchte mit Vortheil auf die periphe-
rischen Endigungen dreier Abtheilungen des
Nervensystems zu wirken, nemlich: i) auf
die Organe der Sinnen; 2) auf die Nerven des
loading ...