Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 201
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0226
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
201

Speisekanals; 5) auf die Nerven der Oberfläche
der Haut. Ich werde von dieser dreifachen
Einwirkung auf das Nervensystem insbeson-
dere handeln, und zeigen, welche Vortheile
man von einer jeden insbesondere erwarten
kann; dann auch die Fälle anführen, in wel-
chen die Wirkung auf einen Theil des Nerven-
systems jener auf einen andern Theil vorzu-
ziehen sey.

Erste Abtheilung.

Wirkung auf die Nerve« der
S in n o r » a n e.

Durch keinen Theil,, des Nervensystems
wird das Gehirn so sehr affizirt, als durch die
Nervender vier Sinne, die an dem Kopfe ihre
äufseren Organe bilden. Die Sinnennerven
zeigen ihre grofse Empfänglichkeit für äufsere
Eindrücke schon durch ihr, meistens noch
von allem Zellgewebe entblöfstes, und daher
weiches Nervenmark, und aus der unzähl-
baren Menge von Faserreihen, in welche die-
selben geordnet sind. Vorzüglich aber zeich-
nen sich diese Nerven durch die grofse Aus-
breitung in der Substanz des Gehirns aus;
loading ...