Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 212
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0237
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
eis

Zweite Abtheilung.

Wirkung auf die Nerven de»
Speisekanals.

Wenn wir durch das Geruchorgan nur
mittelbar durch die Fäden des fünften Nerven-
paares auf den grofsen sympathischen Nerven
wirkten; so ist diese Wirkung, welche auf
den: Speisekanal verübt wird, viel unmittel-
barer, indem sie die Nervenzweige des
grofsen sympathischen Nerven selbst trifft,
der sich den ganzen Speisekanal entlang in
die Häute desselben verbreitet.

Man schränkt jedoch die Versuche bei
Scheintodten vorzüglich nur auf drei Theile
des Speisekanals ein, auf welchen die ange-
brachten Reizmittel vorzüglich haften können^
nemlich: 1) auf den Schlundkopf; 2) auf den
Magen; 5) auf das letzte Ende der dicken
Gedärme.

A) Reitzung des Schlundkopfs.

Man weifs schon aus der alltäglichen Er-
fahrung, wie sehr erregbar dieser Anfang des
Speisekanals sey, und wie leicht ein dort ange-
brachter Reiz bis zum Magen fortgepflanzt
loading ...