Ackermann, Jacob Fidelis  
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Seite: 214
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bringt, um den obern Tbeil des Schlundes
damit zu prickeln ; da jedoch die Anwendung
dieses Handgriffes etwas schwer ist, so wird er
eben so gut durch andere Nervenreitze ersetzt'.

B. Wirkung auf den Magen.

Der grofse sympathische Nerve hat schon
in der Brusthöhle, und zwar in der hintern
Mittelfellhöhle mehrere Äste abgegeben, die
eich hier auf den Körpern der Wirbelbeine zu
einem Stamme sammeln, welcher den Namen
des Eingeweidenerven (Nervus splanchnicus)
erhält; derselbe tritt durch die untere
«ehnichte Spalte des Zwerchmuskels mit der
Aorta in den Unterleib, und mit der Arteria
coeliaca in die Doppelhaut des Bauchfells, um
hier mit dem Stamme des Stimmnerven, der
durch die Muskelspalte des Zwerchmuskels
♦ sammt dem Schlund in den Unterleib tritt,
sich zu verbinden, und den geflechtartigen
grofsen Nervenknoten zu bilden, welchen
man mit dem Namen des cöliazischen Ge-
flechtes belegt, und aus welchem an alle Ein-
geweide des Unterleibes eine zahlreiche Menge
sehr feiner, wieder unter sich in verschiedene
Geflechte verwebter Nervenfäden abgehen.
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