Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 16
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§ 7-

Wie kömmt es aber, wird vielleicht Hr. Dr.
Gall, oder seine durch ihn getäuschten Zuschauer
sagen, dafs die von der Gefäfshaut entkleideten
Windungen des Gehirns so auffallend eine zu-
sammengelegte Haut nachahmen ?

Ich antwortete: Nicht weil das Gehirn
selbst eine solche Haut ist, sondern weil
die weichere Gehirnsubstanz genau an
einer solchen Haut anliegt, und sich
aus derselben und um dieselbe gebil-
det hat!— Die Gefäfshaut des Gehirns nämlich
liegt in wellenförmigen Falten in der beschränk-
ten Schedelhaut des Fötus, und die Gehirnmasse
legt sich genau an sie an, und so erzeugen sich
die Windungen und Blättchen, und die übrigen
Gebilde des Gehirns.

§ 8.

Ungern gehe ich hier in dieser polemischen
Deduktion zur Enthüllung dieser wichtigen Wahr-
heit, welche ich an einem andern Ort weitläufi-
ger erörtern werde. Allein einige Blicke darf
ich vielleicht denen nicht versagen, welche in
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