Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 18
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der in das Zellengewebe aber desto eher über-
gehen, je weniger energisch die Flüfsigkeit auf
die "VVände der Kanäle wirkt.

§. 10.

Diejenige Kraft, welche auf die Bewegung
der Kanäle in einem vorzüglichen hohen Grade
wirkt, ist das Blut, und in diesem vorzüglich das
BlutkUgelchen,, welches aus dem reinstenThierstofl'
(Eyweifsstoff) und dem Sauerstoff besteht, der
in einer Halbgasartigen Expansion jenen umhüllt.
Je Sauerstoffreicher das Blut ist, desto grösser
ist die Wirkung desselben auf die Wände des
Gefäfssystems. Der Sauerstoff tritt aus der flüssigen
Blutmafse an die starren AVände der Gefäfse über,
verdichtet dieselbe und bringt eine Zusammen-
ziehung in ihnen hervor, welche durch den fol-
genden zum Theil nun desoxydirten Thierstoff
wieder expandirt wird.

§. II.

So wie also bey der vermehrten Thätigkeit
im Organismus aus einem blossen Zellensystem
ein Gefäfssystem geworden, wovon das leztere
mit dem erstem unzertrennbar zusammenhängt,
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