Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 34
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§. 26.
Wie Hr. Dr. Gall dazugekommen ist, die
Fäden des Riech- und Sehnerven bis in die Vier-
hügel zu verfolgen, ist eben so erklärlich, als
warum er die eben erörterte Thatsache überse-
hen hat. Er hielt nehmlich irrig den sogenann-
ten Markstreifen, welcher nur eine Duplikatur
der Marklamell ist, welche die Oberfläche de*
Sehhügels und des gestreiften Körpers überzieht,
für die Fortsetzung dieserSinnesnerren, denn nur?
dieses geht in die hintern Commissur und in die
Vierhügel über.

§■ 27.
Fragt man mich nun aber? wohin setzen sich
dann die markigten Schenkel des grossen Ge-
hirns fort, so antworte ich: in das gemein-
schaftliche Mark, welches sich in der Mitte des
grossen Gehirns über und neben den Hirnhöhlen
sammelt, in das Centrum medulläre oder die
Medullam Cerebri maximam.

Ich vermefse mich aber nicht, hier dieses
Mark nach Wülkühr zu theilen, mir darin Fäden
xu bilden, die faserartig fortschreiten, und ei-
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