Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 59
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1806/0067
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
— 59 —
Stirnhöhlen zu bilden, die den Raum der Nasen-
höhlen erweitern. Herr Dr. Gall setzte ehemal
dahin seine Gedächtnisse: jezt seinen Ort- Zah-
len- Sachen- und Personensinn. Wie wenig
aber die gewöhnlich hier vorkommenden Erhö-
hungen von aufsen, mit einer innern Erweite»
rung des Gehirns an dieser Stelle übereintreffen,
mufs einem jeden schon eine blos oberflächliche
Beobachtung deutlich vor Augen stellen. Ich habe
Schedel gesehen, wo die Stirnhöhlen sich bis
gegen die Mitte des Stirnbeins hin verliefen, und
wo also die vorderen Lappen des grofsen Gehirns
sehr eingeschränkt waren, obgleich der Schedel
sehr ansehnliche Hervorragnngen bildete. Die bei-
den Stirnhöhlen dehnen sich meistens auch zur
Seite aus, und bilden die Arcus superciliares,
und in der Mitte heben sie die Glabella ober
der Nasenwurzel mehr oder weniger in die
Höhe,

*

$ 46,

Aehnliche Höhlen werden ja auch in dem
Körper des Keilbeins und in dem Oberkiefer ge-
bildet. Die während dem Leben des Thieres
durch die Nasenhöhlen beständig angezogene
loading ...