Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 76
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der Vollendung der Ossifikation gleichen Schritt
geht, Und zu Ende des zweiten Lebensjahres zwi-
schen diesen Knochen das Verhältnifs schon
eingetreten ist, welches nachher bis zum 24sten
Jahr wenig mehr verändert -wird. Die Verlän-
gerung der Zizzenfortsätze, so wie die Vergröße-
rung der Protuberanzen am Hinterhaupt, die
nacher noch entstehen , sind die Wirkung der
Halsmuskeln, und haben mit der innernSchedel-
höhle, und ihrer Ausbildung nichts zu schaf-
fen. — Nun ist aber doch am Ende des zwei-
ten Lebensjahrs ja selbst im zehenten noch nicht
eine Spur von Geschlechtstrieb bemerklich.
Sollte dieses Organ auch einsweilen ruhen, und
■wie die Hälfte der doppelten Hirnorgane so
lange en Depot bleiben, bis erst die Geschlechts-
theile ausgebildet, und der Samen in den Ho-
den abgesondert worden istP dann wird aber
wohl dieses Geschlechtsliebe Organ völlig iiber-
flüfsig seyn, wie unten deutlich erhellen wird,
wenn wir von denselben handeln werden.

§• 57-
Man sieht schon aus dem, was ich bisher
gesagt habe, dafs es zu ganz irrigen Begriffen
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