Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 115
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gen in das Seelenorgan übertragenden Sinnes-
nerven sich vereinigten, vielmehr sehen wir,
dafs alle diese Nerven, wenn sie in die Hirn-
substanz übertreten, auseinander fahren, dafs
sie ihre Markfä'den theilen, und zwischen grauer
Substanz gleichsam sich ausbreiten. — Aber des-
sen ohnerachtet wäre eine solche Vereinigung
dieser Nerven durch eine Mittelsubstanz, in
welcher sie sich endigte, gar wohl möglich.

§• 92-
Es bleibt allerdings ein Verdienst von
Soeminerring m) dafs er die Hirnenden der
Sinnesnerven bis gegen die innere Hirnhohle
verfolgt hat. denn hier stehen doch die Sinnes-
hügel an einer allen Nerven gemeinen Berüh-
rungs-Fläche hervor, und wenn gleich nicht
die tropfbare Flüfsigkeit (das Wasser der Hirn-
höhle) wie Soemmerring glaubte, es ist, wel-
ches dieNervenenden vereinigte, so ist es doch .ein
feines weiches, fast flüfsiges Nervenmark, wel-
ches die Gebilde der Hirnhöhlen überzieht,

m) Ueber das Organ der Seele. Königsberg J79S.
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