Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 126
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1806/0134
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile


— 126 —

die scholastische Dialektik den Zucker süfs,
-weil er eine süfsmachende Eigenschaft habe.

Da nun diese Bedingungen , welche einen
Tonkünstler haben mufs, nicht bei jedem Men-
schen eintreten, so sieht man, warum einer
wohl in der Tonkunst, und nicht in andern
Fertigkeiten exzelliren, kann. Das nehmliche gilt
von den Thieren.

§. IOO.

Ein dritter Beweifs welchen Hr. Dr. Gall
für die Existenz einzelner Organe aufstellt, ist:
q) „die Geistesvermögen sind in den verschie-
denen Klassen der Thiere im ungleichen und
von einander unabhängigen (?) Verhältnissen
ausgetheilt. Gehirn haben sie doch alle."

Aber haben sie auch alle gleiche gleichge-
bildete mit gleicher Empfänglichkeit für die
ä'ufsern Eindrücke begabte Organe der äufsern
Sinne? Sind die inneren Sinneshügel, an Um-
fang , Anordnung und Verhältnifs gegen die

4) &. a, 0. pag. 33.
loading ...