Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 128
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1806/0136
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
— 128 —
mögen, für welche Hr.Dr. Gall Organe annimmt,
keineswegs vom Hirne, sondern von allgemeinen
Verhältnissen des Körpers abhängen , wie z. B.
der Geschlechtstrieb, wovon unten ein mehreres.

§. 102.
Endlich soll fünftens noch s) die theilweise
Verlezung des Geistes(?!) auch theilweise Verle-
sung des Gehirns, ja selbst die theilweise Inte-
grität des Geistes etwas für die Organe be-
weisen.

Ich mufs gestehen, dafs mir diese Ausdrücke
fremd sind. Soll aber diese theilweise Veilezung
des Geistes darin bestehen , dafs zuweilen Ideen
verschwinden, indessen andere bleiben, jawohl
.rar lebhafter vortreten, so ist dieses aus der nie-
chanischen Anordnung der Ideen leicht zu erklä-
ren, welche als das Substrat höherer Geistesfähig-
keiten wohl noch kein Arzt geläugnet hat. Dieses
sind nun die Gründe, welche das Bestehen der
Galischen Organe darthun sollen. Allein meines
Erachtens sind sie alle von einem solchen Gehalt,

tl Bischoffs Darstellung. S. 34-
loading ...