Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 138
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können , als in die Rindensubstanz des Gehirns,
denn aus dem . was ich bereits oben (§. 12.) ge-
sagt habe, ist die Rindensubstanz nur der Mittel-
körper , durch welchen das Gefäfssystem in das
Nervensystem übergeht. Es ist daher iu der Rin-
densubstanz selbst das Nervenmark noch nicht
ausgebildet, und eben darum zu den Geistesver-
richtungen noch nicht fähig. Wir sehen darum
auch, wie die graue Substanz überall durch eine
Mittelsubstanz (Substantia intermedia ) in die
Marksubstanz übergeht, und wie nur aus dieser
die Nerven entstehen, welche an die Sinn- und
Bewegungsorgane des Körpers sich verbreiten.

§■ »3-

Das Gefäfssystem ist an keinem Thleile des Kör-
pers so energisch als in den Systemen, weichein
dem Menschen von dem Boden des linken Herzens
gerade aufwärts gegen den Schedel steigen. Da-
her ist auch nirgend eine so feine Austheilung, eine
. sozahlreicheVerbreitungderGefäse,alsinderMem-
brana vasculosa cerebri. Gut gerathene Einsprü-
zungen zeigen deutlich, dafs die Gefäfse noch sich
deutlicher in dieRinde des Hirns fortsetzen, hier
aber allinä'hlig nur den erregbarsten Theil des
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