Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 142
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Es ist unnöthig, für jedes thierische Ver-
mögen ein Organ anzunehmen.

§. 116.

Das Thier unterscheidet sich von der gan-
zen unorganischen Natur und den Pflanzen diesen
Mos automatisch erregten Organismen dadurch,
dafs es ein Nervensystem hat. Durch die höhere
Potenzirung seiner Organisation wird das Thier
fähig, Eindrücke der Aufsenwelt aufzufallen,
sie zu behalten und zuvergleichen , und entwe-
der nach demblofsen Eindruck, oder nach der
Differenz der Vergleichung auf die peripheri-
schen Organe seiner Bewegung und durch diese
auf die Aufsenwelt zurückzuwirken.

Die Aufnahme der Eindrücke geschieht
durch die Sinnesorgane, die Fortsetzung durch
die Sinnesnerven, die Apperception durch die
Veränderung in dem Sinneshügel, die Verglei-
chung, Differenzirung und Integrirung der Ein-
drücke durch das mit den Nerven der Sinnes-
hü^el zusammenhängende Mark der Hemisphäre.
Die Zurückwirkung der Organe auf die Bewe-
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